Beiträge mit Schlagwort “Video

Das Kauderwelsch-Video ist da! …und das Album auch!

Swiss Avengers, Swiss Avengers, Swiss Avengers…nach der Hurra-Phase der Album-Produktion und dem Geknorze bis zum gestrigen Release ist nun endlich die Erntezeit angebrochen: Das Debut-Album mit der Schweizer Allstar-Crew The Swiss Avengers ist draussen. Hallelujah! iTunes-Kaufbefehl!

FotoNach dem sensationell witzigen Making-Of-Artikel zum «Patois»-Videodreh bei VICE/Noisey (wir sind die erste CH-Band dort!) und der Video-Premiere an gleicher Stelle folgte gestern im altehrwürdigen Churer Kino Apollo das Screening auf Grossleinwand. Krasses Gefühl! Aber irgendwie logisch, schliesslich gehört ein Avenger auf die Kinoleinwand. Anlass war die QR-Premiere des Dokumentarfilms «Anpfiff in Kurdistan (Wie wir fast einmal Weltmeister wurden)», in dem das Nordirak-Abenteuer der rätischen Fussball-Nati gezeigt wird, ein Fussball-Märchen aus Tausendundeinerschlacht, gedreht am alternativen 5. Viva-Worldcup in Kurdistan. Sehr sehenswert! Die Swiss Avengers sind neben dem famosen FA Raetia quasi die zweite Schweizer Nationalmannschaft, die Gimma gegründet hat.

10372348_730769143640648_4371874739342435636_nNach dem Screening ein kurzes und – wider Erwartungen (ich habe solche Spontan-Konzertli nicht gern) – sehr cooles Avengers-Showcase in der Churer Qbar. Da haben wir das Beste draus gemacht, ganz viele Herzen gewonnen und den anwesenden Kollegen von Muve Recordings gezeigt, dass sie die die Avengers beim nächsten Album gerne unterstützen dürfen (Wink mit dem Zaunpfahl;) …das von Muve promotete Gimmalaya-Album (erscheint am selben Tag, ebenfalls Kaufbefehl!) lag zu jenem Zeitpunkt (und auch jetzt noch) in den iTunes-Album-Charts im Hintertreffen. Gimma führt also ein Verkaufsbattle mit sich selber! Hat es so etwas in der Schweiz schon mal gegeben? Das wäre doch auch ein Medienbericht wert! …und allemal origineller, als unsere Band-Bio abzutippen.

Anyway. Schon wieder viel zu viele Worte verloren. Eigentlich wollte ich nur loswerden, dass Ihr nun alle das Avengers-Album kaufen und supporten müsst, weil wir eine Choastruppe ohne Manager sind und die Schweiz nun von hinten vögeln aufmischen wollen.

Nach dem FCB-Maischtertrack-Halligalli mit TripleNine und dem Album-Release mit den Swiss Avengers suche ich nun in den Bündner Bergen wieder nach Ruhe und Inspiration. Schliesslich habe ich mein allerliebstes Musik-Baby zu lange vernächlässigen müssen: Brandhärd! Album in the making sag ich nur…

Ihr hört von uns!

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Vine – das ultrakurze Daumenkino

Dieser Artikel erschien erstmals in der BaZ vom 1. März 2013.

App_Vine_IconMit der Video-App Vine erhalten Instagram-Schnappschüsse wacklige Konkurrenz.

Wozu sollen sechs Sekunden kurze Handy-Videos gut sein? Als ich das erste Mal von Twitters neuem Kürzestfilm-Portal Vine (gratis via Apple Store erhältlich) hörte, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Soll aber voll der Hype sein, sagen einige.

Drum: selber ausprobieren! Die App kommt optisch daher wie das Fotoportal Instagram – nur halt mit minzgrünem Layout und Bewegtbild. Zunächst sehe ich mich in meinem Vorurteil bestätigt: ein tropfender Wasserhahn, Schwanz wedelnde Hunde und komisch lamentierende Leute. Alles meistens ziemlich verwackelt und verwirrend. Sieht nicht so prickelnd aus. Bei Instagram kann man unspektakuläre Bilder immerhin mit Effekten verschönern.

App_Vine_BildDass ich auf die Schnelle überhaupt etwas zu sehen bekomme, hängt auch damit zusammen, dass man mit wenigen Clicks seinen videophilen Twitter-Freunden folgen kann. Interessanter als die Kurzsequenzen der virtuellen Buddies sind die Videos der Rubrik «popular now». Hier amüsiert man sich zum Beispiel über einen aufgedrehten Arnold Schwarzenegger, der mit seinem Offroader durch eine Tiefgarage kurvt, imaginäre Aliens abschiesst und das ganze lautstark kommentiert.

Langsam wird mir eine der Stärken dieser App bewusst: Hier gibts Ton zu den Bildern, oft ist dieser aber ebenso abgehackt wie die Bildsequenzen. Das liegt daran, dass die Minifilme nicht am Stück gedreht werden müssen. Solange der Finger im Aufnahmemodus auf dem Display bleibt, wird gefilmt. Nimmt man ihn vom Bildschirm, stoppt die Aufnahme augenblicklich. Und sobald sechs Sekunden um sind, ist fertig lustig. Kreative Köpfe zaubern so originelle und witzige Videos im Zeitraffereffekt aus dem Handgelenk. Langsam beginnt die App Spass zu machen. Zumal es einem schon nach kurzer Zeit in den Fingern juckt.

Jetzt muss ich nur noch dafür sorgen, dass sich mein erstes Filmchen auch sehen lassen kann. Sonst nimmt das Grauen kein Ende. Vine-Videos ­werden nämlich in Endlosschlaufe abgespielt.


Mit dem Vogel Gryff wieder zum Leben erweckt…

Heute habe ich den YouTube-Kanal der Basler Zeitung wiederbelebt. Fortan werden die besten aller BaZ-Filme auch im grössten Videoportal der Welt für die Nachwelt (und die Suchmaschinen) archiviert. Zum Beispiel das Vogel-Gryff-Filmchen von gestern…

Die Reanimation des BaZ-Kanals war gar nicht so einfach: Zuerst musste das Passwort bei einem geschätzten Ex-Arbeitskollegen besorgt werden. Dieser hat aber gleich noch seinen privaten Google-Account mit dem Kanal gekoppelt (dazu wird man von den Anbietern aber auch sehr dreist genötigt). Ihr wisst gar nicht, wie mühsam es ist, den Gmail-Account wieder vom YouTube-Kanal zu trennen. Und als Zückerchen obendrauf heisst es dann nach gelungenem Befreiungsschlag, dass man sich nun mit einem anderen Gmail-Account einloggen MUSS. Danke! Trotz aller Widrigkeiten ist es also vollbracht und Ihr könnt Euch nun oscarverdächtige Highlights wie der Besuch beim Modelleisenbahnclub auf der Netzhaut zergehen lassen…


Wägg wie dr Wind – Bilder vom Videodreh

Wenn wir die Kasernen-Reithalle, schon nicht für die Blackbox-Plattentaufe bekommen (das Theater besetzt z.Zt. unser zweites Wohnzimmer), dann wenigstens für den Videodreh zum neuen Brandhärd-Clip «Wägg wie dr Wind». Hier ein zwei Eindrücke…

Alle Making-Of-Bilder gibts auf der Facebook-Seite von Brandhärd.

Clip-Première ist – wenn alles klappt – am nächsten Samstag, 16. Oktober…natürlich an der Härd-Plattentaufe in der Kaserne Basel (hier gibts Tickets). Dem Ort, an dem der Clip gedreht wurde. Heute Dienstag sind wir übrigens ab 19.30 Uhr zu Gast bei Lautstark auf Star TV.

Edit: Ups. Auf der Härd-Homepage schreibt der Kollege noch nicht, zu welchem Song wir den Clip gedreht haben. Ich Plaudertasche habs Euch aber trotzdem verraten. Pssst… 😉


Video-Workshop mit Bill Frakes: «What you gonna find out in two years»

Das Filmen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera hat die Arbeit vieler Fotografen – und Filmer – grundlegend verändert: Plötzlich kann (bzw. muss…je nach Auftraggeber) ein Fotograf mit seinem Arbeitsgerät auch filmen. In Kino-tauglicher HD-Qualität! Wer dies beherrscht, könnte künftig doppelt Kohle machen: mit Bildern und mit Videos. Und weil dieser Wandel in der konvergenten Medienwelt unumgänglich scheint, gibt es Kurse, in denen einem gelehrt wird, dass Fotografen in Zukunft auch Filmer sein sollten, um Konkurrenzfähig zu bleiben. Einen solchen Kurs besuchte ich, der ‚Profi‘-Fotograf, diese Woche;)

Geleitet wurde die eintägige Lektion vom US-Fotografen Bill Frakes (55, links im Bild), der den Wandel zum Filmer bereits erfolgreich vollzogen hat. Frakes ist Fotograf der Sports Illustrated, Gewinner des «Newspaper Photographer of the Year»-Awards und des Pulitzer-Preises – unter anderem. Unterstützt wurde Frakes von der jungen Laura Heald (liegend im Bild), mit der er die meisten Bild- und Videoaufträge realisiert; im Gepäck: Unzählige Kameras und ein Minimum an Mikrophonen, Stativen etc. So können die beiden mit verhältnismässig kleinem Aufwand verhältnismässig viel Geld verdienen: Sie werden nämlich – nicht wie früher – nur fürs Fotografieren bezahlt, sondern auch fürs Filmen. Davon profitiert auch der Auftraggeber, der nicht extra noch eine separate Video-Crew losschicken muss. Eine typische Win-Win-Situation.

Anstatt wie früher lediglich 2-3 Sure-Shots für ein Print Magazin zu schiessen, haben sich die beiden zusätzlich auf Videos, gedreht mit digitalen Spiegelreflexkameras (Nikon 3Ds), spezialisiert. Schliesslich können sie via Homepage und v.a. via iPad Millionen von Leuten mehr erreichen (zumindest in Amerika). Frakes: «Erreiche ich lieber 10 Mio. Leute mit 2 Print-Bildern, oder 80 Millionen mit bis zu 300 Online-Bildern und einem Video? Die Antwort ist klar!» Techniken wie das iPad gehöre die Zukunft – nicht nur in den Staaten: «What you gonna find out in two years» (Line des Tages!). Interessant in diesem Zusammenhang ist Folgendes (das sollten sich auch die Verleger in der Schweiz vor Augen halten):

  • Sports Illustrated (SI) verkauft wöchentlich 1 Mio. iPad-Ausgaben à 5 $. Das macht 5 Mio. Dollar, ohne einen Cent für Druck und Distribution bezahlt zu haben.
  • Das American-Football-Video «Tank Johnson: Path of righteousness» (2 Tage Arbeit für Frakes und Heald) verzeichnete auf der Sports-Illustrated-Page innerhalb der ersten Woche 11 Millionen Full-Views. Gedreht wurde speziell fürs iPad (Videos auf dem iPad sehen «sexier» aus, als auf einer normalen Homepage, findet Frakes). Für gewisse Leute ist die vom Platz her begrenzte SI-Printausgabe deshalb in erster Line ein «Anreisser» für das grenzenlose Netz- und iPad-Angebot.
  • In einem anderen Video der beiden über das Kentucky Derby, das grösste US-Pferderennen, konnten zehn Werbesekunden am Anfang für 250’000 Dollar verkauft werden. Hoppla.
  • Die meiste Clicks verzeichnet SI-Online zwischen 11h-14h, der Durchschnittuser bleibt bleibt 2 Minuten auf der Page, Erwachsene stehen eher auf 90-Sek.-Clips, Kids gucken gerne auch 7-Min.-Filme…die haben ja Zeit.
  • Fotografieren/Filmen ist einfach (zumindest für Frakes;), schwierig sei der Entscheid, wann man was macht (wie wahr!).
  • Leute fühlen sich von einer digitalen Spiegelreflexkamera weniger bedrängt, als von einer Film-Kamera.

Am erkenntnisreichsten für meine eigene, bescheidene Video-Praxis sind folgende Punkte: Erstens mischen Frakes und Heald munter Video und Fotos durcheinander, wobei ersteres dominiert. Phasenweise sind ihre Werke aber Audio-Slideshows, als Videos. «Bilder bleiben den Leuten eher im Kopf», erklärte Heald. Gute Fotos zu bekommen sei allerdings schwieriger, als einfach drauflos zu filmen. Zweitens nehmen Frakes und Heald viele (Zuschauer-)Statements und Ambiente-Sounds separat auf («Zoom»-Recorder) und legen diese dann unter die Bilder (die haben wohl auch die Erfahrung gemacht, dass viele spontan angesprochenen Leute die Kamera scheuen;).

Wie ich als Online-Redaktor, arbeiten auch sie meist unter Zeitdruck. Viele Videos müssen vier Stunden nach Event-Ende online sein (z.B. das Pferderennen-Video). Je später das Video erscheint, desto weniger Clicks gibts. In den zwei Tagen nach den Ereigenissen verzeichnen die Videos Millionen von Clicks, danach sacken die Views in den Keller.

Zum Abschluss zwei eindrückliche Videos von Bill Frakes – natürlich beide gespickt mit Fotos (30 Jahre Fotografie gehen halt nicht spurlos an einem vorbei;)

PS: Habe ich schon erwähnt, dass die letzten Brandhärd-Videos ebenfalls mit digitalen Spiegelreflex-Kameras gedreht wurden?


TripleNine Bible TV – Der heilige Remix

Die ’normale‘ Version des neuen TripleNine-Clips kursiert seit rund einer Woche. Nun die Sensation: Kürzlich hat eine exklusive, ungeschnittene Bible-TV-Version des sagenumwobenen Videoclips ihr Weg ins Netz gefunden. Die kultverdächtigen Bibel-TV-Einlage stammt vom TripleNine-Sittenwächter Jean Luc Saint Tropez. Auf dass die Jugend den Pfad der Tugend nicht verlässt und sich keinen fleischlichen Gelüsten hingibt. Amen.

PS: Die Erstauflage des zweiten TripleNine-Albums «Dräggig» (draussen seit 09.09.09) ist seit einigen Wochen vergriffen. In wenigen Tagen wird die zweite Auflage erscheinen. Zu kaufen gibts das Meisterwerk bei iTunes und bei HipHopStore.


TripleNine – Passepartout

Hurra, hurra, endlich iss er da: Der brandneue TripleNine-Videoclip zum aktuellen Album «Dräggig». Tataaaaa…