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Unterwegs am Royal Arena Festival Pt. 2

Fazit zum Royal Arena Festival 2010: Insbesondere der hochkarätig besetzte Samstag hatte es in sich. Nachdem der schwedische Rapper Prop Dylan (für mich die Neuentdeckung des Weekends) um 18:30 Uhr die Bühne stürmte, jagte praktisch ein Highlight das nächste: Chali 2na überzeugte mit seiner unverkennbaren, tiefen Stimme und seiner charmanten Art. Masta Ace und Edo G zeigten (Bild oben), wie ein Rapduo zu funktionieren hat und begeisterten mit ihrem von Klassikern gespickten Set (mein Höhepunkt: Masta Ace mit der Auto-Hymne «Born 2 Roll»).


Evidence und Alchemist gaben sich spitzbübisch: Sie verkleideten sich mit Perücke bzw. Fischerkäppi als Cypress Hill und bedröhnten das Publikum mit «Hits From The Bong» (Bild oben)…köstlich. Die Boot Camp Clik (unten beim Shooting mit Lukas Mäder) liess sich für ihre Hits aus Bucktown feiern (Rapper Buckshot wollte gar nicht mehr von der Bühne weichen). Und Headliner Ludacris gab der Crowd, was sie wollte – nämlich Hits.

Eindrücklich war am Samstag auch die Aussicht von der über 20 Meter hohen Hebebühne, die extra 850km weit aus Deutschland angefahren wurde…Am Freitag überzeugten vor allem die Foreign Beggars mit ihrem energiegeladenen Konzert (Bild unten) sowie die beiden perfekt harmonierenden DJ/Producer-Mcee-Duos Freeway & Jake One bzw. Talib Kweili & Hi-Tek. Im Gegensatz zum Samstag war die Stimmung am Freitag etwas zurückhaltender, ebenso der Publikumsaufmarsch. Ob es am kurzen Platzregen lag oder an der Programm-Änderung (Boot Camp Click auf Samstag verschoben)? Positiv hervorhoben werden muss auch das Graffiti-Meeting von Freitag und das Breakdance-Battle am Samstag (jeweils nachmittags). Absolut lobenswert, dass die Organisatoren in Orpund alle Disziplinen der HipHop-Kultur berücksichtigen. Frauenfeld ist vielleicht das grösste Rap-Openair der Schweiz, Orpund hingegen definitiv das grösste HipHop-Openair – eingebettet in eine idyllische Umgebung. Auch die 11. Ausgabe des Royal Arena Festivals können die Organisatoren meiner Meinung nach als Erfolg verbuchen. Bis zum nächsten Mal.

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