Beiträge mit Schlagwort “HipHop

Gratis auf Soundcloud: TripleNine – Giftig (2007)

Als kleines Dankeschön für die grosse Resonanz auf unsere FCB-Titelhymne «Fünf» – und damit man TripleNine nicht nur wegen der Maischtertracks kennt – haben wir unser Debut-Album «Giftig» aus dem Jahr 2007 komplett ins Netz gestellt. Gratis, versteht sich. Danke für den Support und viel Spass! Das dritte TripleNine-Album ist übrigens in der Mache.

«Giftig» ist das Debut-Album der 2006 in Brandhärds Milieu-Studio gegründeten Basler Rap-Allstarcrew TripleNine. Gründungsmitglieder sind die Beatproduzenten Fierce (Brandhärd), SimonAyEm (auch Rapper) und DJ Johny Holiday (Brandhärd)sowie die Rapper Abart (Taktpakt), Fetch (Brandhärd), Jean Luc Saint Tropez (Stuuberocker), Thierrey (Freakanoid) und Zitral (Stuuberocker). Ebenfalls Teil der Crew ist Graffiti-Legende und Hausgrafiker Kron.

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TripleNine – Fünf (Maischtertrack 2014)

TripleNine_Maischtertrack_5_Icon

Der TripleNine-Track zum fünften FCB-Meistertitel in Folge. Beat/Mix: Fierce. Raps: Zitral, Abart, Silenus, Jean Luc Saint Tropez, Fetch. Cover: Kron. Mastering: Greenwood Studios.

Text: TripleNine – Fünf (Maischtertrack 2014)

1 Liebi für dä Club, 2 Farbe uff dr Bruscht.
3 Pünggt für e Sieg, 4 Bier geg dr Durscht.
Es bruucht nid viel und mir sinn glücklich.
Aber hänn au nütt drgege, wenn dr FCB uns 5 gitt.

Zitral: Vale blibb bi uns Pipi blibbt au do.
Bau dr scheens Hyysli und find dr e Frau do.
Schängg dr Stadt Kinder wo schutte wie du.
Und kaputti Mannschafte wäg putze wie du.
Willsch mi Karli sy? Bitte sag jo!
Döffsch e bitz go raise aber muesch wiidr koh.
E Match ohni di gliicht me Gaischterschpiil.
Drumm singi nur für di an dere Maischterfiir.

Abart: Ganz Basel am fiire, dr Pokal in dä Händ.
Lueg mir halte dä Titel syt me halbe Joorzähnt.
Trotz dreyfachbelastig und Defensivtaktik,
stoht d Räschtschwiiz im Absyts, will näbe uns kei Platz blybt.
D Erfahrig, s Wüsse und d Konstanz sin dr Schlüssel
Hän Leader wo fiehre, dominant nid z erschüttre.
S halbe Team isch verletzt, alli vorzeiche schlächt.
Chopf ufe Brust use, gwünne trotz all däm Päch!

Refrain

Silenus: E wytere Titel, wo isch d’Konkuränz?
Hän wieder s’Kontingent gsprängt, konsequänt.
Und trotz em fünfte mol minderets keini Emotione.
Bebbibluet am brodle, FCB-Droge.
E Merci an Yann, verdient s’Eins ufem Rugge.
Egal wohi de gosch, dä Verein hesch im Rugge!
Wie im siebte Himmel, niemols elei.
Ai Liebi, gross und klai weiss was y mein!

Jean Luc Saint Tropez: 5 mol anenand brennt dr Barfiesserplatz.
Mir bhalte dr Pokal am beschte grad in dr Stadt.
D Saison isch verbyy – und s isch wohrschiinlig nie
syt Joore so liecht – uns z schloo gsi wie die.
Für mitunter viili wird’s e Wunder bliibe.
Was mr die Runde widr für Plunder gspiilt hän.
Doch nid untertryybe mi het uns bewiise:
15 Unentschiide gän e Grund zem fyyre.

Refrain

Fetch: Wär will dr Titel? Mir sinn no unentschiede.
Här mit em Titel, mir hänn ys umentschiede!
Teile mängmol Pünggt, aber nie e Maischterschaft.
Die Reihe stoht bi fünf – das hett no kaine gmacht.
Und waisch du was isch geil do dra?
Jede Finger e Titel, jetzt kunnt die zwaiti Hand.
Drum singe mr nächtelang.
Und je nach Wätterlag, hänn mr bald e Sächser-Pagg.

Refrain


Wohlstandsverwahrloste Strassenkids

Hier mein Text über Schweizer Rap, den ich für das Strassenmagazin Surprise (Nr. 257/11) geschrieben habe…

1991 wurde der Basler Black Tiger noch dafür belächelt, dass er auf Schweizerdeutsch rappte. Heute grüsst Bligg vom Titelblatt der «Schweizer Illustrierten» – und eine neue Generation ernsthafter Schweizer Hip-Hop-Künstler steht am Start. Teil acht der Surprise-Serie über Subkulturen.

Schweizer Rap ist auf bestem Weg, seinen Platz als ernst zu nehmende Musikrichtung zu zementieren. Es sind nicht nur Routiniers wie der Berner Baze oder Semantik aus Zürich, welche im vergangenen Jahr überragende Alben veröffentlicht haben. Zuversicht verbreiten auch «neue» Namen wie Steff la Cheffe, Kack Norris, Kush Karisma oder Tommy Vercetti – wobei letzterer obenaus schwingt mit seinem Debut «Seiltänzer», das an der Slangnacht 2010 mit einem Award für das beste Album ausgezeichnet wurde. Der Berner beweist beispielhaft, was es braucht, um im übersättigten, von Hypes getriebenen Rapgame zu bestehen: Können, Eigenständigkeit, Ausdauer, gute Konzerte und ein eingespieltes Team im Rücken. Entgegen kommt dem vielseitigen Vercetti auch, dass Rap heute wesentlich unverkrampfter und undogmatischer daherkommt als vor einigen Jahren. (mehr …)


Gangstacomedy mit Kiko und Boro (361 Grad)

Bevor ich zum Royal Arena Festival komme, hier der Nachtrag zur Show am Donnerstag: Das Bounce-Interview mit Kiko und Boro alias 361 Grad war ja wieder einmal bestes Entertainment, Gangstacomedy (Podcast hier). U.a. erklärten die beiden St. Galler mit dominikanischen Wurzeln den Unterschied zwischen Schweizer Frauen («die brauchen keinen Mann, nur als Accessoir – das sind Selbstversorgerinnen, Amazonen») und solchen aus ihrem Herkunftsland, der Dominikanischen Republik («In Santo Domingo kann man keine Frau so einfach heimnehmen» und «dort ist ein Mann noch ein Mann»).

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Brother Ali – Das Interview des Jahres (Video)

Es war eine meiner eindrücklichsten Begegnungen 2010: Das Bounce-Interview mit Brother Ali, einem zum Islam konvertierten Rapper aus Minneapolis. Selten habe ich einen Mcee so weise und bedacht reden (und rappen) hören. Der Herr scheint, trotz seiner nicht leichten Vergangenheit, mit sich im Reinen zu sein – dies strahlt er zumindest aus. Hier gibts das zweiteilige 24-Minuten-Interview nun erstmals als Video. Jede einzelne Minute lohnt sich…

«Ich habe meinen Namen von einer 6-jährigen Schülerin bekommen», erklärte mir Brother Ali während des Backstage-Gesprächs am Openair Frauenfeld im Juli 2010 (siehe oben). Zudem äusserte sich Ali ausführlich zu seinem islamischen Glauben und der Wahrnehmung der Moslems in der Welt (unten). Wenn alle Menschen so belesen, bedacht und tolerant wären, wie dieser Rapper, gäbe es wohl weniger Konflikte auf dieser Welt.

Als sehbehinderter Albino musste Brother Ali schon im Kindesalter erfahren, was es bedeutet, Aussenseiter zu sein – HipHop war sein Weg, um sich Respekt zu verschaffen: «Wenn man aufwächst und so aussieht wie ich, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man stärkt irgendwie sein Selbstbewusstsein oder man wirft sich vor den nächstbesten Bus,» erklärt er in einem lesenswerten Interview auf formatmag.com.

Kollege SimonAyEm war zudem so nett und hat einen Teil des Bounce-Interviews niedergeschrieben (danke!)…

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Interview: Busta Rhymes macht Album mit Q-Tip

«I wanna do a record with original Guns’n’Roses», erklärt ein Schmunzelnder Busta-Rhymes im Bounce-Interview (guckst Du unten)…für diese Aussage gebührt dem Stiernacken die Line des Tages. Auch mit System of a Down und seinem Lieblingsrapper Slick Rick würde Busta gerne zusammenarbeiten. Vor allem aber will er mit Q-Tip (A Tribe Called Quest) ein Album namens «The Drama» veröffentlichen. Wie Busta berichtet, arbeiten die beiden seit Jahren  am gemeinsamen Werk. Hoffentlich finden sie bald Zeit, das Projekt zu Ende zu bringen.

Das Busta-Interview führten wir übrigens im Mai 2008 in Bern. Damals dachten alle Beteiligten, das neue Busta-Album «Blessed» komme demnächst raus.Natürlich kam es anders und das Album erschien nun – endich! – im Mai 2009…und zwar unter dem Namen «Back On My B.S.». Wie schon bei «The Big Bang» überzeugt Busta über weite Strecken. Der Dude bleibt auf jeden Fall einer meiner Lieblingsrapper.

A propos Q-Tip: Unvergessen wie er 1991 zusammen mit seiner legendären Crew A Tribe Called Quest den jungen Busta Rhymes auf dem Track «Scenario» zum ersten Mal ins Rampenlicht rückte. Das Video guckst Du hier.

Post Scriptum: Trotz Brille, Backenbart und unverschämt gutem Aussehen…das Busta-Interview habe NICHT ICH geführt, sondern mein Mitmoderator SimonAyEm. Beim Guilty Simpson-Interview soll mich doch tatsächlich jemand verwechselt haben;)


Guilty Simpson im Bounce-Interview

Mit «Ode To the Ghetto» hat Guilty Simpson 2008 eines der Lieblingsalben der Bounce-Redaktion rausgehauen. Hier ein Video-Ausschnitt des Bounce-Interviews mit SimonAyEm letzten Oktober:

Wenn Du von Guilty bisher noch nixx gehört hast: Shame on you! Check «Gettin Riches» und feier den Detroit-Rapper (jaja, dort gibts nicht bloss Eminem und D12).