Beiträge mit Schlagwort “Black Tiger

TripleNine-Exclusives an der Bounce-Cypher

Black Tiger, Shape, KWAT, E-Light und TripleNine – Basel war gut vertreten an der grossen Bounce-Cypher bei SRF Virus (hier die Zusammenfassung). Hier der TripleNine-Ausschnitt von Silenus, Abart und meiner Wenigkeit.

Ebenfalls erwähnenswert: Der hammerharte Chilz-Part. Unter dem Foto gibts zudem den Text zu meinem Exklusive.

Foto: Oli Baer/SRF

Foto: SRF Virus/Oli Baer (rundumsbild.ch)

Fetch-Exklusive
TripleNine-Schabernack, lueg e mol die Basler aa.
Mach nid ein uff Jesus, mir nagle di an Marterpfahl.
Red nid vom Nordweschte als wär das no s Neandertal.
Ihr hänn schöni Pussies, doch krieged do e Schwanz in Arsch.
Anderscht hart.
Elefante uff em Bölche, dr Fetch isch ihre Hannibal.
E B-Boy im Cypher, y step mol uf s Laminat.
Brandhärd isch back – Pathos und Panzerstahl.
Sie würde uns gärn abschryybe.
Ihr sinn mini Kinder, viellicht hätt-y sötte abtryybe.
Sage mr Bounce wär e Laufstäg.
Was wär dr lieber so rein vom Sound här?
Mode oder Stil? Zytlos oder progressiv?
Bi uns seit me bite, wenn willsch Opfer syy.
Schön gseehsch uss im superänge Shirt.
Im Cypher könnt me meine, dass vor schwule Männer twerksch.
Aber easy au ych bi mängmol e schräge Kauz.
Z fuul zum doubletime, y penn lieber uff dr Couch.
Exklusiv – so kriege drs bi Bounce.
Straight dr Nase noo, wie im Pablo si Schnauz.
Und spicy, wie sini Chicken-Pfanne.
Bier und Beats – mehr kasch nid verlange.
Hardcore-hängebliebe wie Serrano Schinke.
Ladies läcke Lippe wenn sie mir am Bahnhof winke.

Advertisements

Wohlstandsverwahrloste Strassenkids

Hier mein Text über Schweizer Rap, den ich für das Strassenmagazin Surprise (Nr. 257/11) geschrieben habe…

1991 wurde der Basler Black Tiger noch dafür belächelt, dass er auf Schweizerdeutsch rappte. Heute grüsst Bligg vom Titelblatt der «Schweizer Illustrierten» – und eine neue Generation ernsthafter Schweizer Hip-Hop-Künstler steht am Start. Teil acht der Surprise-Serie über Subkulturen.

Schweizer Rap ist auf bestem Weg, seinen Platz als ernst zu nehmende Musikrichtung zu zementieren. Es sind nicht nur Routiniers wie der Berner Baze oder Semantik aus Zürich, welche im vergangenen Jahr überragende Alben veröffentlicht haben. Zuversicht verbreiten auch «neue» Namen wie Steff la Cheffe, Kack Norris, Kush Karisma oder Tommy Vercetti – wobei letzterer obenaus schwingt mit seinem Debut «Seiltänzer», das an der Slangnacht 2010 mit einem Award für das beste Album ausgezeichnet wurde. Der Berner beweist beispielhaft, was es braucht, um im übersättigten, von Hypes getriebenen Rapgame zu bestehen: Können, Eigenständigkeit, Ausdauer, gute Konzerte und ein eingespieltes Team im Rücken. Entgegen kommt dem vielseitigen Vercetti auch, dass Rap heute wesentlich unverkrampfter und undogmatischer daherkommt als vor einigen Jahren. (mehr …)