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Eine FCB-Hymne, ausnahmsweise ohne Titelgewinn

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Im Laufe meiner Rapkarriere durfte ich schon auf vielen beeindruckenden Basler Bühnen spielen: Kulturfloss auf dem Rhein, am JKF auf dem Barfi oder dem Theaterplatz, zur Euro08-Eröffnung auf dem Münsterplatz, in der ausverkauften Kaserne – Rossstall sowie Reithalle – oder an der FCB-Meisterfeier auf dem Stadtcasino-Balkon. Und am vergangenen Samstag kam nun also ein Kurzauftritt auf dem heiligen Joggeli-Rasen dazu…das dürfte schwer zu toppen sein. Zwar bekam ich im Mittelkreis, zugepfropft mit zwei Inear-Köpfhörern und ohne Brille, nicht allzuviel mit von der Stadion-Stimmung – ausser vielleicht dem Schlussapplaus und den Schemen meiner Visage auf dem Grossbildschirm, aber ein Auftritt im St.-Jakob-Park, kurz vor dem Anpfiff eines denkwürdigen Städtederbys, bei dem YB in letzter Minute gebodigt wird, das ist schon ganz grosses Kino. Das ist alles andere als selbstverständlich, sondern eine Ehre. Demut. Freude. Hühnerhaut…und so weiter.

Nun kann man sich zu recht Fragen, warum TripleNine mitten in der Saison mit einer neuen FCB-Hymne namens «Gschichte wärde gschriebe» – eine Hommaage an den FC Basel 1893 und seine Fans – um die Ecke kommt. Der Grund ist einfach: Weil das Stadion in der Winterpause mit einer neuen Soundanlage bestückt wurde und wir netterweise vom Audio-Sponsor (Messe Basel) gefragt wurden, ob wir die Boxen-Membrane entjungfern wollen. Da lässt man sich natürlich nicht zweimal bitten. Mein Dank gilt deshalb allen, die das möglich gemacht haben – vom FCB über die MCH und die Techniker bis hin zu Patricia Leber, die das Ganze aufgegleist hat.

Hier nun der Songtext sowie ein Überblick mit allen möglichen Audio, Video und Foto-Links.

– Als Gratis-Download kann der Song via fcb.ch gesogen werden (bis am 10.02.2014).
– Wer den Tune auf iTunes kauft, unterstützt das Fan-Projekt.
– Auf Soundcloud gibts den Track sowohl im Original als auch als  JLST-Remix.
– Bilder der Show gibts auf der TripleNine-Facebook-Seite.

TripleNine: Gschichte wärde gschriebe (FCB-Hymne 2014)

Fetch: Kennsch du die Stadt wo gärn chli anderscht tickt?
Wo alles andersch isch wenn s Volk im Stadion singt.
E Stadt e Region, vom Babbe zem Sohn.
Und egal wo mr strande loht ys Basel nid los.
Spieler wärde Helde und denn zu Legände.
Siege und lyyde, wil Triumph au mol ände.
FC Basel — e Schatz, e Juwel.
Die Stadt gitt dr Kraft und Fans gänn dir Seel.

Abart: Hänn e Platz in unsrem Härz für dä Club reserviert,
trage d Farbe permanänt wie unter d Hut tättowiert.
Ganz Basel salutiert will du uns beriehrsch,
öb Schugger oder Dieb — gohts ums Schutte gsehn mrs glych.
Schlohsch e Brugg fürs Volgg, bisch dr Punkt wo vereint,
hesch Verluscht und Erfolg mit Hundertuusige teilt.
Und ä Stadion isch z klei zum zeige wie das isch.
Bi dir fühl y mi dehei, bitte blyb wie’d bisch!

Refrain: Das isch unser Club, mir gniesse die Momänt wil
Gschichte wärde gschriebe und verhebe denn unändlich.
Titel und Kapitel und es wird nie sälbschtverständlich.
Alles wo mr wänn isch…dr F-C-B.

Zitral: Vom grosse Fisch bis zum kleine Arbeitslose,
hämmer alli unseri Johreskarte in dr Hose.
Wo au immer du spielsch, wirdsch begleitet vo Horde,
für di stöhn mr zämme und kein goht verlore!
Du bisch d Seel vo dr Stadt, di Geischt in uns,
gspyyr di Heimstett bäbe wenn die Einheit gumpt.
Schiess e Gool für uns und bitte schiess no eins meh,
und loss Tabälleplätz frey, uff Platz zwei oder drei!

Jean Luc Saint Tropez: Mir stöhn zämme uffm rotblaue Pfad uss dr Dunkelheit,
das isch Wille, Kampf, Tradition und Verbundeheit.
Ussteile, yystecke, uffstoh und wider dra,
in Zyte vom Triumph und nach dr bitterschte Niederlag.
Dr Grad isch schmal zwüsche Säge und Päch,
doch au die schlächte Momänt hänn ys wäsentlich prägt,
über Generatione vererbt, vereint Spiel für Spiel,
nid du suechsch di Club, nei di Club findet di!

Refrain: Das isch unser Club, mir gniesse die Momänt wil
Gschichte wärde gschriebe und verhebe denn unändlich.
Titel und Kapitel und es wird nie sälbschtverständlich.
Alles wo mr wänn isch…dr F-C-B.

Silenus: Egal vo wo de kunnsch, öb Land oder Stadt,
spielt Basel e Match, simmer ei Mannschaft,
und s’isch widr eimol meh, dr Zauber in dr Luft,
Rauch in dr Luft, rot blau isch dr Grund!
Hänn e Kurve im Rugge wo dr Name au verdient,
wie ne Burg lueg uffe, sehsch die Fahne das isch die,
wo zeigt was Macht isch, seit was Sach isch,
du bisch FCB, wenn de eins mit dr Stadt bisch!

Bridge: Wenns blau am Himmel sich mit Oberot mischt,
und dr letscht goldig Strahl di Blick denn trifft,
denn weisch als Basler vo wo d Farbe sinn,
wo’s Volk in de Strosse uff ihrne Fahne schwingt!

Refrain: Das isch unser Club, mir gniesse die Momänt wil
Gschichte wärde gschriebe und verhebe denn unändlich.
Titel und Kapitel und es wird nie sälbschtverständlich.
Alles wo mr wänn isch…dr F-C-B.

Credits: Gschichte wärde gschriebe
Raps: Fetch, Abart, Zitral, Jean Luc Saint Tropez, Silenus
Beat, Mix & Mastering: Fierce
Scratches: DJ Johny Holiday

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Tommy Vercetti vs. Knackeboul – Diss oder Diskussion?

Wann flogen im Schweizer Rap eigentlich zum letzten Mal so richtig die Fetzen? Momentan geht es jedenfalls ab. Und zwar zwischen Tommy Vercetti und Knackeboul, beziehungsweise – wie das bei solchen Sachen meistens der Fall ist – vor allem auch zwischen deren Anhängern, die sich jetzt lustvoll das Maul zerreissen (hier bzw. oben der Joiz-Beitrag zum Thema).

Dass Tommy Vercettis «Diss» so heiss diskutiert wird zeigt, welche Harmonie im Schweizer Rap zuvor herrschte. Und wie sehr sich Hörer und Medien offenbar nach Brot und Spielen sehnen. Meiner Meinung nach wird die Diskussion aber bereits wieder viel zu hysterisch geführt – wobei hier die beiden gut argumentierenden Protagonisten ausgenommen sind. Aber worum gehts eigentlich? Stein des Anstosses ist Tommy Vercettis «Holden Skit 3» auf dem grossartigen Album «Glanton Gang», das der Berner am Freitag mit seinem langjährigen Partner in Crime Dezmond Dez rausgehauen hat. Auch wenn allenthalben betont wird, man soll Vercettis Line gegen Knackeboul nicht aus dem Kontext reissen, wird grösstenteils genau dies getan. Aus diesem Grund hier vorab der gesamte Text des vieldiskutierten Songs:

Intro (Ausschnitt aus der SRF-TV-Serie «Cover Me»): Und ja, Rapper chönnd in dr Regel au nöd singe – aber suscht sinds würklich flotti.

Tommy Vercetti: I find «Cover me» dr gröscht Scheiss, au wenn mini Jungs hei mitgmacht.
Aber i ha numme Liebi, lueg, dir sid ja no chli gsi.
Zwoi Mal hei si aagfragt, zwoi Mal han i nei gseit.
Y bi Künschtler worde für nes Minimum Freiheit.
Mag nid Fründ sii mit Bünzlis und Deppe d Hand gäh,
wo üs ignorant hei belächelt im letschte Jahrzähnt.
U dr Knack dä Hueresohn macht üsi Arbeit zum ne Witz.
Verharmlosed alles i Kommentatore wien e Bitch.
Aui Widersprüch und Kämpf uf Sympathie reduziert.
Für üsi konservative Alte uf em Tablet serviert.
Lueg i liebe mini Eltere, respektier ihri Sicht doch
au sie si Chlibürger u hei vieles nid begriffe.
Es geit nid um real sii sondern um subversiv sii.
E Stimm vo de Strass z sii für die wo still sinn die ganz Ziit.
Gäge Ideologie z syy, Reflektion vo dr Klass z sii.
Übersetzig für Spastis, minimal relevant sii.
U offe sii für alles isch hütt absolut konform.
Und alles geit mit allem, die neoliberali Norm.
Drum: Wenn Kunscht wottsch mache, muesch di wehre.
U wenn e Sändig mit üs rede – süscht wirds nur e Scheiss…

Voilà. Als ich den Track vor rund zwei Wochen vorab auf der Fahrt zur Bounce-Cypher bei SRF Virus zum ersten Mal hörte, fragte ich mich grinsend, ob eine Polemik entbrennen wird. In der Cypher sind Tommy und Knäck sich dann – soweit ich das mitbekommen habe – ganz normal über den Weg gelaufen. Ich nehme an mit den üblichen Handshakes et cetera. Dass die Geschichte kurz darauf so abgeht, hätte ich nicht unbedingt gedacht.

Klasse statt Kasse: Tommy Vercetti.

Klasse statt Kasse: Tommy Vercetti.

Aber ich finds gut, dass gestritten wird. Die Diskussion ist wichtig. Ich verstehe den Song nicht in erster Linie als Diss gegen Knackeboul – erst recht nicht an ihm als Rapper – sondern als scharfe Kritik an TV-Halligalli-Formaten wie der SRF-Doku «Cover Me», in der das Schweizer Fernsehen eidgenössische Rapper mit Volks- und Schlagersängern verkuppelte. Das Problem bei solchen Formaten – und das ist die Kritik, die der «Holden Skit 3» mehr als deutlich macht – ist, dass den Rappern in solchen Shows jeweils mit klischeehaften «Yo! Yo!»-Floskeln sowie einem teilweise spöttischen Unterton begegnet wird (wie im Skit-Intro). Und dass die Künstler zu oft wie Vollpfosten behandelt werden (besonders ausgeprägt im deutschen Fernsehen).

So werden (meist) gestandene Rapper zu Clowns gemacht, vorgeführt und bloss gestellt. Ich kann nachvollziehen, dass Tommy Vercetti findet, dass dies dazu beiträgt, dass Schweizer Rapper nicht ernst genommen werden. Ich sehe das bis zu einem gewissen Punkt auch so. Mich erinnert die TV-Show-Präsentation von Rappern irgendwie an die amerikanischen Minstrel Shows des 19. Jahrhunderts:

«Minstrel-Shows zeigten in idealisierter Form den Weißen, die oft keine Schwarzen aus ihrem Alltag kannten, zahlreiche Stereotype von Schwarzen. Sie werden als ständig fröhliche, singende und naive Sklaven dargestellt, die ihre Besitzer trotz harter Arbeit lieben. Dabei wird eine romantisierende Vorstellung vom Alltag der Sklaven auf den Plantagen inszeniert. Viele Stereotype gingen auch in andere nationale Erzählungen und ins Liedgut ein.» (Quelle: Wikipedia)

Rassistischer Humor: Amerikanische Minstrel Show im 19. Jahrhundert.

Rassistischer Humor: Amerikanische Minstrel Show im 19. Jahrhundert.

Im Unterschied zu den Minstrel Shows machen sich im Rap die Protagonisten aber gleich selber zum Affen – sei es als lustig-sympathischer Mitmach-Clown in Fernsehshows oder als überharter, alle Klischees bedienender Gangster-Rapper in den entsprechenden Songs und Videos. Beide Extreme schaden der Szene insofern, als dass deren Zeichen von den 0815-Bünzis am anderen Ende der Leitung meistens komplett falsch verstanden und interpretiert werden. Nicht so in der Szene: Wenn ein Schweizer Rapper eingermassen strassenintelligent vom Leben auf der Gasse (oder in der Gosse) erzählt, kann jeder Mcee dies nachvollziehen und respektieren. Man ist sich Übertreibungen gewohnt – das nennt man künstlerische Freiheit.

Das von Tommy Vercetti gern zitierte subversive Element versteckt sich hier oft zwischen den Zeilen. Bei Tommy und Dezmond Dez hingegen kommt die Gesellschafts-, Kapitalismus- und Systemkritik direkt in die Fresse. Unmissverständlich und unverblümt. Das ist geil und überfällig. Knackeboul ist – als Rapper UND «Cover Me»-Moderator – sozusagen ein prominentes Bauernopfer, wobei Tommy Vercetti natürlich völlig bewusst gewesen sein dürfte, welche Polemik er mit seiner Knäck-Line auslöst. Und, zugegeben, das «Hurensohn» hätte es hier nicht wirklich gebraucht. Denn darauf – anstatt auf der berechtigten Kritik – reiten jetzt alle rum, auch wenn hier bei der Wortwahl vermutlich eher das Silbenbild eines im Rap geläufigen Schimpfworts eine Rolle gespielt haben dürfte. Und nicht Hass.

Knackeboul: Rapper, Beatboxer, Moderator, Multitalent. (Bild: Lukas Mäder)

Knackeboul: Rapper, Beatboxer, Moderator, Multitalent. (Bild: Lukas Mäder)

Ich will an dieser Stelle auch Knackeboul in Schutz nehmen – ein Ausnahmerapper, Beatboxer, Freestyle-Genie, TV-Moderator und generell in jeder Situation ein Entertainment-Multitalent, der mit seiner zappligen Heiterkeit und Offenheit zu einer Art Sven Epiney des Schweizer Rap geworden ist. Der Traum-Schwiegersohn, der Herr und Frau Schweizer bei «Giaccobo/Müller» oder von der Titelseite der Coop-Zeitung entgegenlacht. Respekt! Bei aller Skepsis bin ich letztlich froh, dass es einer aus unseren Reihen – und zwar einer der Talentiertesten – in diese Gefielde geschafft hat. Denn abgesehen von einigen beschämenden Yoyo-Klischee-Momenten, die ja meistens nicht vom Rapper aus kommen, können Leute wie Knackeboul in dieser Position auch einiges an Verständis – vielleicht sogar Akzeptanz und Respekt – für die Rapszene generieren.

Wobei Kunst, beziehungsweise Rap, in den Augen von Tommy Vercetti eine subversive Subkultur bleiben soll (sofern ich ihn richtig verstehe). Die Verbrüderung mit dem Mainstream ist unerwünscht wegen einer allfälligen Verwässerung und Verharmlosung. Vor allem aber auch wegen des Komplizentums mit der Klischee um Klischee (re)produzierenden Unterhaltungsindustrie des Kapitalismus, der wiederum für die Unterdrückung eines Grossteils des Volks verantwortlich sei. So kann mans natürlich auch sehen.

Unter dem Strich finde ich, dass die gegenwärtige Diskussion wichtig ist und Sinn ergibt. In den Augen der Einen gewinnt Tommy. Andere finden Knackeboul hat recht. Und Dritte – zu denen ich mich zähle – freuen sich ob des Diskurses, der letztlich ja zeigt, wie sehr sich viele um die Rapszene kümmern. Hier gehts nicht darum, wer gewinnt. Schlussendlich haben beide auf ihre Art recht – das hat auch der Schlagabtausch bei Joiz in the Hood gezeigt, wie ich finde.

Im gegenwärtigen Lärm geht zudem fast unter, dass Schweizer Rap im Jahr 2013 extrem viel Spass gemacht hat – nicht zuletzt dank Tommy Vercetti und Knackeboul.

Klingst fast wie eine Antwort auf alle Vorwürte: Knackebouls mit «Läbe mi Troum».

Das Brandhärd-Inferno am Openair Leimental

Es gibt Konzerte, bei denen passt einfach alles – vom Publikum über die Organisation bis hin zur Soundabmischung und dem Wetter. Gestern hatten wir so einen Gig am Openair Leimental in Oberwil. Baselbiet, Baby! Danke an alle die da waren, die Organisatoren, unsere treuen Feuerspucker und an die beiden Fotografen Adrian Mangold und Silenus! Sämtliche Fotos gibts auf der Brandhärd-Facebook-Site, hier meine vier Lieblingsbilder der Serie…

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Das Karohemd, das ich auf diesem Bild trage, wurde mir übrigens kurz darauf gestohlen. Wers mir zurückbringt erhält Finderlohn;)

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Public Provocations 5 – Kesse Strassenkunst aus Rom

Am Samstag war Vernissage der fünften Public Provocations in der Colab Gallery Weil am Rhein (bis April als Carhartt Gallery bekannt). Bevor es unten meinen am Freitag erschienenen Beitrag für den BaZ-Kulturblog «Schlaglicht» gibt, hier ein paar Eindrücke von Opening.

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Colab_PublicProvocations_2013_web_13«In der Nacht sprayen? Ich doch nicht – ich bin eine Frau!», sagt Alice Pasquini und lacht. Die Römer Streetart-Künstlerin zieht es vor, auch ihre unbewilligten Wandmalereien bei Tageslicht anzubringen. In Italien ist das mit etwas Erfahrung, Fingerspitzengefühl und einem chicen Auftreten kein grösseres Problem. Im Gegenteil: Es kommt immer wieder vor, dass die kesse Künstlerin bei ihrer Strassenarbeit neue Aufträge reinholt.

Dieses Wochenende ist Pasquini nicht auf den Strassen Roms, sondern in Weil am Rhein (D) unterwegs: als ausstellende Künstlerin an der «Public Provocations». Die fünfte Ausgabe der Ausstellungsreihe präsentiert ab Samstag unweit des Rheincenters zehn internationale Urban-Art-Künstler.

Vor zwei Jahren war Alice Pasquini das erste Mal in Weil am Rhein. Als Begleiterin des französischen Streetart-Stars C215 hinterliess die Römerin damals bei der Carhartt Gallery ein kunstvoll verziertes Verkehrsschild. Inzwischen heisst die auf Urbane Kunst spezialisierte Galerie Colab Gallery – und Pasquini ist nicht mehr Anhang, sondern geladene Künstlerin.

Frau mit Apfel: Pasquinis Werk in Weil am Rhein. (Foto: Jessica Stewart, RomePhotoBlog).

Frau mit Apfel: Pasquinis Werk in Weil am Rhein. (Foto: Jessica Stewart, RomePhotoBlog).

Als wir Pasquini während der Gestaltung ihrer Ausstellungskoje treffen, beschäftigt sich die Italienerin mit der Hintergrundgestaltung ihres Bildes. Es zeigt eine junge Frau mit Apfel und Blumen in den Haaren. Naturfarben wie Braun und Grün dominieren das Motiv. Dass es daherkommt, als hätte es die Patina einer kunstvoll verwitterten Statue, ist kein Zufall. Pasquini mag alte Motive: «Ich habe mich von einer amerikanischen Zeitschriften-Werbung aus dem Jahr 1902 inspirieren lassen.»

Die Römerin beschäftigt sich seit jeher mit Malerei und Bildgestaltung. Nach Abschluss der Kunsthochschule arbeitete sie als Illustratorin, was ihr aber ziemlich rasch verleidete: «Ich war gar nicht mehr am malen», erinnert sie sich. Als sie daraufhin in Madrid Freizeitparks für Kinder gestaltete und deren Begeisterung sah, realisierte Pasquini, dass sie Kunst machen will, die unmittelbar auf den Betrachter trifft. Deshalb brachte sie, die immer schon eine Affinität zur HipHop-Kultur hatte, ihre Bilder vor rund sechs Jahren auch auf die Strassen. Inzwischen blicken ihre Motive – mit Vorliebe sanfte Frauen- und Kindergesichter – an fast allen Ecken dieser Welt von den Fassaden.

pub_prov_13_plakat_webWenn Pasquini ausserhalb Italiens tagsüber ungefragt Wände umgestaltet, geht sie dabei allerdings vorsichtiger vor. Die Passanten reagieren nämlich überall anders, wie folgende Episode aus dem norwegischen Oslo zeigt: «Ich mag, was sie machen», habe da eine Frau zur malenden Pasquini gesagt, «aber jetzt mache ich ein Foto und rufe die Polizei». Kunst im öffentlichen Raum – wir reden hier nicht von Schmierereien – wird halt in gewissen Kreisen immer noch als Provokation wahrgenommen. Daran soll auch der Ausstellungsname «Public Provocations» erinnern. In Weil am Rhein wurde Pasquinis Kunst bis jetzt allerdings noch nicht als störend empfunden – im Gegenteil. Das von ihr verzierte Strassenschild wurde vor zwei Jahren nach wenigen Wochen von einem kunstaffinen Dieb abgeschraubt.

Public Provocations V, Colab Gallery (früher: Carhartt Gallery), Schusterinsel 9, Weil am Rhein. Vernissage Sa. 8. Juni ab 20 Uhr. Die Ausstellung läuft bis Oktober 2013.

Künstler: Alice Pasquini (I), Amose (F), Case (D), Chris Stain (USA), Gris1 (F), Michael Grudziecki (PL), Orticanoodles (I), Robert Proch (PL), Wolfgang Krell (D). Mehr Infos.

Warum Fetch die Swiss Avengers (Gimma, Nega, PDDP, Sisma & DJ Idem) verstärkt

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Mit Anhang: Das erste Zusammentreffen der neuen Swiss Avengers.

Heute vor einem Monat sind die Swiss Avengers in ihrer neuen Besetzung, also mit mir, zum ersten Mal zusammengekommen. Nicht im Bild oben sind DJ Idem aus Delémont und Gimma – der war an jenem Tag mit Gastgeberei beschäftigt. Es war nämlich die Eröffnung seines traumhaften Schlossgartens in Haldenstein bei Chur. Und Gimma ist es auch, der das Ganze ins Rollen gebracht hatte mit der Vision einer Rapcrew, in der alle vier Landessprachen vereint sind. Also nahm er sich PDDP (früher bei Liricas Analas) für die rätoromanischen Raps zur Seite, Negatif (alias Nega, ehemaliger Double-Pact-Partner von Stress) aus Genf stiess für die französische Schweiz dazu. Und dieser wiederum holte den Tessiner Charmebolzen Sisma (Linea 23) und dessen Live-DJ Idem ins Boot.

So schön so gut. «Und wofür braucht es jetzt noch den Fetch?», fragt man sich nun zurecht. Es ist leider so, dass Gimma nicht erst seit gestern mit Gehörproblemen zu kämpfen hat und deshalb (fast) keine Konzerte geben kann. Das ist natürlich suboptimal für eine brandneue Crew, die sich ihren Namen zuerst noch auf den Bühnen dieses Landes erspielen muss und möchte. Also fasste man den nicht einfachen Beschluss, dass noch ein Deutschschweizer Rapper her muss – Gründer Gimma bleibt in der Crew, quasi als Ehrenpräsident, er wird aber auf dem Album (soll im Herbst kommen) und v.a. live leider nur reduziert mitmischen.

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PDDP, Fetch, DJ Idem, Negatif, Gimma, Sisma.

And here we go. Vor einem Monat und ein paar verquetschten Tagen wurde ich kontaktiert und angefragt. Der Legende nach soll ich doch tatsächlich erste Wahl gewesen sein bei den Avenger-Überlegungen. Geehrt und hoch erfreut habe ich ohne Zögern angenommen. Und nun bin ich also dabei, meine Rap-Parts für das Avengers-Album zu schreiben – die meisten Songs sind schon im Kasten…abgesehen von meinen Zeilen. Ich schiesse momentan aus allen Rohren, um an Boden gut zu machen. Schliesslich steht am 13. Juli der Swiss-Avenger-Gig am Openair Frauenfeld an. Da muss das Zeug stehen – und sitzen. Die Themen und die Beats (das sind Bomben…u.a. von Shuko!) sind grösstenteils gegeben. Ich habe die konfortable Situation, dass ich mich in ein gemachtes Nest setzen darf – die tolle Vorarbeit meiner neuen Bandkollegen machts möglich.

Die Superhelden-Idee mit den Swiss Avengers stammt von Nega und bezieht sich natürlich auf die Marvel-Figuren The Avengers (Die Rächer). Wir sind deren Schweizer Version. Unterwegs, um diese Willensnation mit ihren vier so unterschiedlichen wie schönen Landessprachen zu einen und feiern. Für diese Mission (ein einzigartiges Projekt für die Schweiz) mussten natürlich auch neue Alter Egos her in Anlehnung an an ausgewählte Marvel-Charakter. So wurde Gimma zu Irony Man, Nega ist Neg’hulk, PDDP ist Wilhelm Thor, Sisma donnert als Captain Ticino vom Gotthard hinunter, Idem ist Wolveridem und ich bin Barsdevil. Das ist die Fetch-Version des Daredevil, ein erblindeter Superhero, dessen sonstige Sinne dafür umso ausgeprägter sind. Damit kann ich Maulwurf mich natürlich identifizieren.

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Am Freitag nun das erste Konzert in der neuen Besetzung an im Vanilla Club Riazzino bei Locarno. Wie der Gig war, habe ich gestern auf meinem Weinblog Bonvinvant bereits beschrieben: «Die Show war super. Ansonsten das übliche Theater einer Grossraumdisco: stylisches Design, Elektromusik, dekadente Champagner-Preise und sexy Ladies, vermischt mit vielen Provinzaffen.» Da ich erst seit einem Monat dabei bin, konnte ich lediglich bei den letzten drei Songs mitwirken. Das erklärt auch, warum ich auf keinem der Konzert-Fotos zu sehen bin: Ich habe während fast der ganzen Show geknipst (hier die Bilder) – ausser bei meinem eigenen Auftritt. Dumm gelaufen – aber diesen Spagat schafft nicht einmal ein Superheld.

So! Jetzt muss Barsdevil weitere Zeilen schreiben. Superheldenpflicht. Wir sehen uns am 13. Juli am Openair Frauenfeld. Wer mich mit Brandhärd sehen will, kann dies am 15. Juni am Leimentaler Openair tun oder am 3. August am Openair Birsfelden (auch mit TripleNine) oder am 31. August am Jugendkulturfestival JKF mit dem Black-Tiger-Monsterprojekt 1City1Song.

Achja…an neuen Brandhärd-Songs sind wir natürlich auch dran! Das Album kommt – irgendwann…

Wer findet Fetch?;)

Wer findet Fetch?;)

PS: Hier noch ein Avenger-Track in der Urbesetzung…

Der Mann hinter der Hirzen-Villa

Mit dem geplanten Verkauf seines herrschaftlichen Anwesens in Riehen, sorgte J. Rudolf Geigy für Aufsehen. Wer ist der Mann, dessen Name Geschichte und Geschichten verspricht? Ein Besuch auf dem Bäumlihof.

Das Anwesen «Zu den Hirzen» auf dem Bäumlihof zwischen Basel und Riehen. (Fotos: J. Gernet)

Das Anwesen «Zu den Hirzen» auf dem Bäumlihof zwischen Basel und Riehen. (Fotos: J. Gernet)

J. Rudolf Geigy steht zwischen Birken und Backsteinvilla und lässt den Blick über sein Anwesen schweifen. Auf den angrenzenden Feldern pflückt eine Spaziergängerin Blumen. Ein künstlich angelegtes Bächlein plätschert zum Teich mit Trauerweide. «Das ist schon ein Refugium», sagt der Hausherr. Eine imposante Erscheinung in Seidenschal, Hemd und Cordhose, Bart und Schnauz adrett gestutzt. J. Rudolf Geigy – das «J» vor seinem Vornamen steht für Johann, damit heisst der studierte Jurist gleich wie vier seiner sechs männlichen Vorfahren.

Vor knapp drei Wochen wurde bekannt, dass Geigy sein über drei Hektar grosses Familienanwesen «Zu den Hirzen» zwischen Basel und Riehen für 39 Millionen Franken verkaufen will. Das öffentliche Interesse war riesig, Geigys Begeisterung weniger. Die vielen missgünstigen Online-Kommentare zum Verkauf der «Luxusimmobilie» haben ihn irritiert, ebenso die plötzlich auftauchenden Zaungäste mit Feldstecher. Dabei benötigt man kein Fernglas, um das stolze Anwesen von der Bäumlihofstrasse aus zu sehen. Die Hecken zum Sichtschutz hat Geigy Mitte der 90er-Jahre entfernen lassen, nachdem er den südlichen Teil des Bäumlihofguts von seinem Vater übernahm. «Man hat sich abgeschottet, das wollte ich nicht», erklärt Geigy. «Transparenz ist wichtig.»

Elizabeth und J. Rudolf-Geigy. (zvg)

Elizabeth und J. Rudolf-Geigy. (zvg)

Nach dem Wirbel der letzten Wochen möchte er nicht mehr über sein Landgut reden, sondern – wie vereinbart – über seine Person. Im Gespräch zeigt sich allerdings, dass Geigys Geschichte eng verwoben ist mit dem Bäumlihof. Wer also ist der Mann, dessen Urväter im 18. Jahrhundert mit J.R. Geigy den Grundstein der heutigen Novartis legten, dem zweitgrössten Pharmakonzern der Welt? «Ich bin Ehemann, gläubiger Christ, Arbeitgeber, Patron, Mäzen, Hausherr und Gastgeber», sagt Geigy, vor sich ein Notizblatt mit Themen, die ihm am Herzen liegen. Wir sitzen an einem Konferenztisch im Parterre des Gärtnerhauses, dem dritten Gebäude des Anwesens neben der Villa aus dem Jahr 1892 und dem modernen Hirzen Pavillon.

Fünf Jahre Verspätung

Geigy schildert, dass er nun im Hinblick auf die lange Partnerschaft intensiver auf die Bedürfnisse seiner Frau Elizabeth, einer Amerikanerin aus Puerto Rico, eingehen möchte. Er habe versprochen, im Pensionsalter wieder öfter zu ihren Verwandten in die USA zu reisen. «Jetzt habe ich sozusagen fünf Jahre Verspätung», sagt er mit einem Lächeln. Der 70-Jährige ist eben erst aus den Staaten zurückgekehrt, wo er vor seiner Rückkehr in die Schweiz 17 Jahre lang im Immobilienbereich tätig war – zuerst für eine Schweizer Grossbank, später auf eigene Faust. «Allerdings weniger erfolgreich», wie Geigy gesteht.

Dass er das Versprechen gegenüber seiner Frau nicht früher einlösen konnte, hängt auch mit seinem Landgut zusammen. Dieses verlange dem Besitzer viel Engagement ab, erklärt der Hausherr. Was er damit meint, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, was Geigy als Patron mit sieben Angestellten hier alles bewegt hat: Nachdem er das Anwesen 1995 von seinem verstorbenen Vater Rudolf, Gründer des Schweizerischen Tropeninstituts, übernahm, löste er aus ethischen Gründen den Hirschpark auf. Die Villa wurde rundum saniert. Und wo früher Damhirsche weideten, steht seit 2003 der Hirzen Pavillon.

Der Hirzen Pavillon.

Der Hirzen Pavillon.

Der einstöckige Glasbau liegt perfekt eingebettet in der Parklandschaft. Er widerspiegelt die malerische Umgebung ebenso wie die zentralen Anliegen in Geigys Leben. Dazu gehören Glaube, Musik und, vor allem, Gastfreundschaft. Mit der rauschenden Eröffnung des Hirzen Pavillon – benannt nach den Hirschen, die hier einst weideten – machte der Hausherr sein Anwesen der Aussenwelt zugänglich. Von Seminaren über Hochzeiten bis hin zu Cocktail-Parties und Banketten fanden hier die vielfältigsten Anlässe statt. «Diese Öffnung war etwas ganz Spezielles», erklärt Geigy, «nicht jeder macht sein Haus allen zugänglich». Er selber nutzte den Neubau für klassische Konzerte des Hirzen Pavillon Ensembles, mit dem der Mäzen junge Talente der Basler Hochschule für Musik unterstützte. «So ein Projekt gibt einem sehr viel zurück», findet er.

Glaube wichtiger als Religionszugehörigkeit

Im lichtdurchfluteten Pavillon manifestiert sich auch die gläubige Seite von Geigy. Und von hier aus ragt eine Quarzitmauer weit in den Park hinein – ein Scharnier zwischen Pavillon und Park, geschmückt mit zwölf Bronzefragmenten und einem Relief. Dargestellt wird die Geschichte der biblischen Königin Esther, die gemäss Überlieferung aus dem dritten Jahrhundert vor Christus im persischen Königreich einen Massenmord am jüdischen Volk verhinderte. «Ich bin kein religiöser Mensch im herkömmlichen Sinn, aber ich halte religiöse Grundregeln wie Nächstenliebe, Vergebung und Versöhnung sehr hoch», sagt Geigy und deutet an, dass ihm Glaube wichtiger ist als Religionszugehörigkeit. Deshalb konnten im Pavillon auch frei Gebetstreffen und Bibelstudien stattfinden.

Hirzen-Anwesen_Baeumlihof_web_2Geigys Gastfreundschaft fusst nicht nur auf seinem Glauben. «Die Einladungen meiner Eltern haben mich sehr beeindruckt – ebenso ihre Gastfreundschaft», erinnert er sich an seine Kindheit auf dem Bäumlihof. Früher, als seine Grosseltern das Anwesen als Sommerresidenz nutzten, soll hier sogar einmal ein preussischer König nach dem Achsenbruch seiner Kutsche genächtigt haben. Die Ländereien zwischen Basel und Riehen werden seit 1686 in den Familien Burckhardt, Merian und Geigy weitervererbt.

Erbfrage von alleine erledigt

Dass J. Rudolf Geigy nun seinen Teil des Bäumlihofguts verkauft, fällt ihm nicht leicht. «Hier weg zu gehen – das ist schon tough», sagt er. Die englische Färbung seines feinen Basler Dialekts zeugt von den Jahren in Amerika. Die Trennung sei ein Prozess, mit dem er sich schon lange beschäftigt. Geigy hat keine Kinder, womit sich die direkte Erbfrage von alleine erledigt. Seine etwas ältere Cousine, die den nördlichen Teil des Bäumlihofs bewohnt, könne das Anwesen nicht übernehmen. Auch die Nichten und Neffen hätten anderes zu tun, als sich um ein Gut zu kümmern, dessen Bewirtschaftung sehr viel Engagement erfordert. Dass die Esther Stiftung, die Geigy mit seiner Frau betreibt, sich dem Anwesen annimmt, sei ebenfalls keine Option. Deren Stiftungszweck sei die Unterstützung christlich orientierter Nischenprojekte wie etwa dem «Jerusalem College of Bible» in Israel.

Bis wann Geigy das Hirzen-Anwesen verkauft haben will und wohin es ihn dann treibt, kann und will er nicht sagen. Die Zeit scheint nicht zu drängen, wenn man dem Hausherrn so zuhört: «Ich möchte sicher sein, dass die Nachfolgelösung meiner Philosophie entspricht und auch die Familientradition so wenig wie möglich verletzt – deshalb bin ich auch so wählerisch.» Beim abschliessenden Spaziergang über das weitläufige Anwesen zeigen sich die ersten Frühlingsblumen von ihrer schönsten Seite. In den Baumwipfeln rauscht der Wind, in der Ferne der Verkehr. Man könnte meinen, die Zeit steht still – auf dass dieses stolze Stück Land mit seinen architektonischen Preziosen künftig unter neuer Leitung erblühen kann.

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(c) Dieser Artikel wurde zum ersten Mal in der Basler Zeitung vom 20. April 2013 veröffentlicht.

MC Rene in Basel – das Video-Interview

Diese Woche machte der rastlos rollende Nonstop-Interrailer MC Rene aka Reen einen Zwischenhalt im F A K T Basel. Ich habe die Gelegenheit für eine ausführliches Video-Interview genutzt, in dem der 36-Jährige erklärt, warum er sein bürgerliches Dasein hinter sich gelassen hat für ein Leben auf Reisen und ohne viel Besitz und warum er darüber ein Buch geschrieben hat. Zudem sagt Reen, was er vom aktuellen Deutschrap-Hype hält. Hier mein «Schlaglicht»-Blog dazu.