Lyrics

Brandhärd – Blackbox (2010)

1. Wägg wie dr Wind

Gluet am Horizont zeigt, dass es Tag wird. Mi Blick verschwumme, doch-y weiss dass er klar wird. Kribblig und nervös sitz-y uf em Bett, richt mi uff als neggschts, lueg was mi hett gweckt. Dr Wecker träumt no – e Sältheit. Y muess wägg elei, bi uf dr Wält drhei. Kä quälte Geischt, zumindescht nümm so oft. Zwei Kinder und e Frau, si sinn für mi wie Gott. Glaube hett wär hofft, zwei Auge in mim Kopf. E Härz wo für Euch klopft, kai Taugenixx wo floppt. Steck s Blackbook vom Nachttisch in d Lädertäsche. Drzue no das Buech wo mr sie hett gäh zum läse. Schieb mi Lieblings-Kulli vom Suvretta House zu dr Zeedel in mim Kittel. Han en extra kauft – passend zu dr Timbs, wo mi no wytt wänn trage – s Fueter rot wie Wyy, no chli styff am Krage. Y stryych en glatt, wüsch en ab, kä Staub sticht ins Aug. Früsch wie Champagner und dä Sound, mit Verlaub. Vor dr Tür stürmt dr Herbscht. Y stell mi taub. Und bi wägg wie dr Wind, loss mi tryybe mit em Laub.

D Strosse sinn menscheleer. S isch no z früeh fürs grosse Gläuf.  D Stadt schlooft. Ihm gfallt d Illusion, als einzige wach z syy, vorwärts z koo, während dr Räscht rueht. Wie frühener, won-er znacht dur dr Gasse zooge isch – dr Gleis entlang, won er bald druff fahrt. Langsam bevölkered sich s Trottoir.

Mit Täsche und Pèret pflüeg-y mi dur d Lütt. E Lächle uff dr Lippe, s belaschtet mi grad nütt. Vor mr lytt dr Rhy. Auge zue, ych schnuuf yy. Hör mini Stadt, wo pulsiert wie dä Beat. Vrbyy an Schaufänschter wo mi widerspiegle. Ha scho schlächter ussgseh, hütt kasch mi z friede kriege. Gil-Scott Heron im Ohr, är seit «Running». Doch hütt bin-y Flaneur, wos Handy nid mol abnimmt. Mini Uhr, mi Gürtel, ufenander abgstimmt. Mängmol weiss-y nid ob ych oder die Stadt spinn. Beidi vrmuetlich. Stolz, stur und muetig. Sändebewusst, im Fluetlicht wenns muess syy. Jede Schritt nimm‘ sie mit. Hör s Gschrey vo dr Möwe. Bi frey wie am Meer, so kann-y mi guet löse. E Bild vo mine Liebschte im Handgepäck. Damit sie mi begleite um die ganzi Wält.

Die erschte Sunnestrahle zwinkere dur d Wolke. Dr Herbschtwind kützeled d Fahne überem Bahnhof. S fallt em nid eifach, sini Liebschte e so zrugg z loh. Trotzdäm – d Vorfreud durchströmt si Körper wie Adrenalin und e Pryyse vo sinere Unrueh, won-er nonig ganz hett könne ablegge.

Mängisch han-y s Gfühl, y bi ständig uf dr Flucht. Egal wie wytt y renn, immer fehlt mr d Luft. Links, rächts, links rächts. Hütt tanz-y us dr Reihe – stinkfräch. Luxus pur, wenn nid muesch Schritt halte. Wien e Luxus Uhr, mini Zyt kasch nid zahle. Hektik isch ab sofort e Schimpfwort. Stress mi nid, ha dr Kopf voller Infos! Es stimmt scho: Y kommentier sälte Grücht. Aber falsch isch es nid, dass-y vor mr sälber flücht. Normal – dasch kai Psycho bim rede. E Vogel muess fliege zur Psychohygiene. Wolke moole Bilder, vom Wind zerfätzt. E Sunnestrahl verirrt sich, trifft mi Härz. Mi Blick wird klärt dur e strahlendi Wand, will Basel die Stadt isch mit farbigem Abschied. Mi Stadtbild: Graffiti, die schönschte vom Dare. Do wirsch vrmisst, dä Abschied isch schwer.

Und dr Zug rollt südwärts, vrbyy an farbige Wänd, dr Visitekarte vo dere Stadt. D Sunne hett ihr versteck verloh und lockt d Lütt us ihre Näschter. S wird hektischer – Dörfer ziehn vrbyy und vrschwinde in Sekundebruchteil. Alles in Bewegig. Alles in Bewegig.

2. Blackbox

Das isch: ab in Himmel. Oder: blyb in Geiselhaft. Mini Stadt blybt immer, doch jetzt wäre Reise gmacht. Hütt flücht y durchs Tor vo dere Geischterstadt. Und stürm so wytter vor, als giengs um d Meischterschaft. Phasewyys beschryyb-y Beats wie vo Geischterhand und mi Verstand setzt uss…wien ers meischtens macht. D Amelie gseht Paris in ihrer Eigenart. Check dr Schwarze Schwan in mim Reisepass. Y ha Angscht vor em Schryybe, Angscht vor Misserfolg. Mini Aasprüch himmelhoch scho zum dritte Mol. Nur e Beat im Ohr und e Vision. Dr perfäggti Song: «Dä gitts nie, mi Sohn!» Zum scheitere verdammt, stürz-y mi in Kampf. Y weiss es gitt e Krampf, Peitschehieb uf d Hand. Das ka voll in d Hose oder ab ind Charts. Y fahr Achtibahn mit em Schwarze Schwan.

Und do stöhn mr uf dr Gleis ins Unbekannte. Volli Köpf, leeri Händ, wär weiss was uns erwartet. Vor uns d Wält, das isch nur e Rapsong. Kumm mit – s Album isch denn d Blackbox. So göhn mr uf die Reis ins Unbekannte. Volli Köpf, leeri Händ, wär weiss was uns erwartet. Vor uns d Wält, das isch nur e Rapsong. Kumm mit – s Album isch denn d Blackbox.

Brandhärd, Blackbox, down mit em Rapgott. Mir hänn en wägglockt us sim Dräggsloch. E gammlige Crackspot für Junkies mit Laptop. Won er hässig und gfruschtet und glangwyylt im Chat hockt. Öpfel als Snack, doch är klagt, dass är e Mac wott. Verzellt vo sim Sohn wo barfuess durch d Wält joggt. Dr Jesus isch nätt doch mir hänn en wäggboxt. Jetzt sühn ych euri Sünde, was für e Dräggsjob. Fans froge: Fetch, wenn gits die neue Text? Y sag: Die schryyb-y grad, verschiebed s Freudefescht. Mir stöhn do mit leere Händ und wärfe d Saat uss. Check mol wies voraakunnt: Facebook-Status. Nid sueche, numme luege, wills Netz nid schlooft. Y hör Vögeli wo zwitschere: Rettig droht. Ab jetzt wirds gross, will jetzt gohts los, ych folg nur dr Beats als Echolot. Refrain

Brandhärd, Blackbox, kumm uf d Odyssee. Mir hänn scho so viel gseh, wänn no so viel meh. Gänn drum Stoff wie eh und spränge das System. Will-y für Basler Rap in dr Schwyz zur Zyt kei Lobby gseh. Dasch dr gröschti Schwyzer Hit, so langs nütt bessers gitt. Kids loose Stress und Bligg, das stresst uns nid. Es goht mr so guet, kä Grund zum schlächt rede. Glaub du an Rapregle, ych glaub an Ärdbebe. Y bin e Traumfänger und ka nid schloofe. Aber müed wie no nie, do gäbts alli Droge. Y bi kä Staubfänger – Katastrophe. Zweimol d Nase broche, no nie e Nase zoge. Y bi schlau, gänn mr lieber nid vom wysse Gift. Eher kauf-y mr e Gwehr und schiess ins Gsicht. Y wär jo sau dämlich, trag au so viel Risiko. Ych folg im Schwarze Schwan, di verfolgt dr wyssi Tod. Refrain

3. Jede Tag Frytig

Mir läbe uf Facebook, aber misstraue Google. Sinn so individuell wien e Wildsau im Rudel. Vyyl hänn Bei wien e Pudel, aber gseehn sich als Giraff. Sogar dr Spatz uf dim Dach twitteret us sim Kaff. Es ruscht im Blätterwald, es bloost e kalti Bise. Uff sie isch halt Verlass, die gueti alti Krise. Wälder wärde grodet bis dr Hang erodiert. Und die schöni heili Wält mit eim Knall explodiert. Papier wird nümm bruucht und im Gang deponiert. Zwei Clicks – hesch dr ganz Teggscht kopiert. Vyyl Wüsse gits wohl bald nur no elektronisch. Doch wo d Weisheit unterkunnt, weiss mr laider nonig. Wär-y bi? Frog mi nid! Mi Ego wird zur Fratze. Deformiert und verzerrt mit em Bildschirm verwachse. Ych schrey in Wald, hoff s kunnt öppis zrugg. Doch dr Wald isch wägg…fertig, Schluss.

Und mir tanze durch d Wält als wär jede Tag Fryttig. Us Papier machsch nümm Gäld, unser iPhone isch d Zyttig. Mir sueche nach Liebi und ghaltvolle Gschichte. Doch egal wo mr lande, mir gseehn numme Titte.

Woohrheit kasch dehne mit verschiedene Mittel. Für Titel und Titte wärde Bilder erstritte. Will Lütt läse gärn liebi Liebesgschichte. Ych lösch lieber s Liecht, mach mi frey und fick se. Y bruuch kä Skandal zum en öffentlich loh ussbreite. Lütt hänn Appetit, hälfe fröhlich bim ussweide. Dr Hunger kunnt bim Ässe, Skrupel sinn vrgässe. Kritik wär jo moralisch, vo mir sogar vrmässe. Jedes Detail wird seziert, als Headline zelebriert. Boulevard isch harti Arbet wo Clichés zementiert. Achtung Doppelmoral, y merks fascht scho wieder nid! Y bi dr Erscht wo sich online durch Promi-Titte clickt. S isch e bitz eifach gstrickt, ganz genau, y weiss es nid. Sodom und Gomorrha, s interessiert die meischte nid. Will wos Scheisse gitt, do sinn au d Schmeissfliege. Dumm isch dr Dünger wo mir so heiss liebe. Refrain

Jubel, Trubel, Trash und Heiterkeit, Titte und Tod, das isch s Einmoleins. S’Läbe isch e Lady im Bluet- und Eiterkleid. Es stooht ere no guet – sie isch eitel, weisch. Doch was keine seit: d Fassade bröckled. S Make Up isch verschmiert und dr Atem kötzled. Y hass so Magerhöke, doch so sinn si telegen. ‚Dammi isch das tragisch! Y hoff, dass sie das gseehn. Refrain

4. Mi Myggeli

Oh Myggeli, lueg mi nid so aa. Dä Blick zieht nid, wie bi dr Buebe in dr Klass. Klimper, klimper und mit dr Auge rolle. Immer wieder, y mag Di au bim Schmolle. Oh Myggeli, egal mit wäm gohsch. Dä Usschnitt im Ussgang kunnt nid in Froog. Klage sinnlos, klar isch es doof, aber wart jetzt und loos mine warnende Wort. Oh Myggeli, macht e Maa Dir dr Hof, dängg immer draa: für dä ischs wie Sport. Kai Ahnig wieso, oh, wart, stimmt nid. Als Vater und Maa bin-y ziemlich empfindlich. Mi Myggeli, mein Gott bisch scho gross. Myggeli, ych loss di nid los. Myggeli, ych hoff du verstohsch.

Gang scho, mach was dr passt. Folg dim Pfad, egal was dr sag. Hesch d Basis für das alles im Sack. Erfahrig und Kraft, y stand do und wart.

Oh Myggeli, du hausch mi uss dr Socke. Jedi Regig absolut vollkomme. Di Lächle Dynamit, dini Auge Bombe. Bald bisch flügge und ych zwüsche dr Fronte. Oh Myggeli, Männer sinn Hünd. Sie spiele und sueche ständig nach Gründ. Machsch ärnscht mit dr Hünd, wänn sie denn nümm. S kleinschte Übel: e ständige Fründ. Oh Myggeli, y weiss vo was-y red. Schlimmi Finger wänn meischtens grad ins Bett. Sie schmeichle perfekt, sinn sälbschtbewusst. Tatsächlich sinn sie schwach, do kunnsch no sälber druff. Mi Myggeli, mein Gott bisch scho gross. Myggeli, ych loss di nid los. Myggeli, ych hoff du verstohsch. Refrain

Oh Myggeli, du bisch nid z überhöre. Einzigartig, das Stimmli muess me fördre. Sächs Mönet do, scho die lüttischt Röhre. Näbe Dir – alles numme Göhre. Oh Myggeli, du bisch schön wie die Brueder und dä wiederum hetts vo diner‘ Mueter. Ihr drey sinn alles won-y bruuch. Das seit mi Verstand, mi Härz und mi Buuch. Oh Myggeli, jetzt liggsch in mine Arm. 4000 Gramm, mi Körper gitt dir warm. Strahlendi Auge, zahnloses Lächle. Alli Bedänke sinn sofort vergässe. Es duurt no bitz, bis zum erschte Ussgang. Die erschte Küss, heimlich im Huusgang. Und ych wo lyyd: mi Meitli wird flügge. Oh Myggeli – y wird di unterstütze. Mi Myggeli, mein Gott bisch scho gross. Myggeli, ych loss di nid los. Myggeli, ych hoff du verstohsch. Refrain

5. Black Swan

Erschtens kunnts anderscht, zweitens als mr dänggt. Hesch kei Kontrolle, au wenn meinsch, dass de länggsch. Wüsse isch nätt, Weisheit e Gschängg. Doch beides e Klacks, will was dr Rahme sprängt isch all das, wo uns nid erschlosse isch. Uns an dr Uni, in dr Kirche oder in dr Gosse trifft. Nenns Zuefall, Schicksal, oder Schwarze Schwan. Es trifft grad wenns nid ahnsch, wien-e Taliban. Check: Wirtschaftskryyse, oder s Internet. D’Antwort uff die Frooge gits nid im Imperfekt. Dass dr Big Bang bi uns nonig ko isch bis jetzt. Heisst nid, dass en nid gitt, viellicht wärde mr morn gweckt und dr ganzi Landstrich hett e anders Antliz. Schutt und Äsche – ab jetzt isch alles anderscht. Ych stoss uff alli aa, hütt sinn mr durschtig. E Schwarze Schwan isch s Gegeteil vo Durchschnitt.

Blackswan, Blackswan – us em Hinterhalt. Blackswan, Blackswan – viellicht sinn mr bald wägg morn, wägg morn – adie mitenand. Zrugg blybt e Blackbox, Operation Blackswan.

Ych hätt gärn e Hublot Big Bang King Power. Für mi so realistisch wie e Blick vo dr Twin Tower. 9-11 für mi dr Dreih- und Angelpunkt, wo zeigt wie mit wenig alles anderscht kunnt. Kein hett drmit grächnet, alli überrumpled. Dr Schwarzi Schwan hett dr Alltag überrundet. Drnoo wird konstruiert und e Begründig gfunde, falsch interpretiert, Salz in unsri Wunde. System us Elemänt, wo fascht alles zämehängt. Vo usse koheränt – in Pulverform zersprängt. Geg Problem vo morn hilft glaub kä Wettrüschte. Will vo dene kasch di nid mit Plän vo gescht schütze. Mir wänn alles kontrolliere, doch es blyybe blindi Fläcke. Tausig toti Winkel wo ständig d Richtig wächsle. Erfahrige sinn wichtig, doch sie sinn wie Zäcke solang sie uns ablängge und e neui Sichtwyys brämse. Refrain

Schwarzi Schwän könne au positiv syy. Noochbrand zum Bischpyyl – völlig easy. Doch wärs nie glunge, hätte mrs erzwunge. E bitz Talänt und dr Schwan hett uns gfunde. Mir hänns überwunde im Wüsse: s isch nütt gwunne. Ohni Flyss und Ussduur bisch bald wieder unde. Y has im Hinterkopf, probier numme Freud z ha. Viellicht klappts wieder mol und e Schwan zeigt uns Neuland. Refrain

6. E Rächt uf schlächti Luune

Überall Lütt, nütt als Lütt. Das mache sie mit Absicht, drfoh bin-y überzügt. Will sobald-y in dr Stadt bi, wimmlets vo Volldeppe, zottlige Fraue und Spinner mit Holzkette. Dass mi so loss lo goh, do drfoh würd mi mi Stolz rette. Do würd-y grad mi Flow und fünf Kilo Gold wette. Genau die Lütt mit litterwyys Achselschweiss stöhn näb mir im Tram und näbedraa e Dattergreis. Är will wüsse wär-y bi und wie mi Vater heisst. Y sag: «Mi Vater heisst Ärnschd, wasch denn das für Scheiss? Und zum Noochname ‚Fickdi‘ mach di jetzt vom Acker, weisch. Y bruuch kei Plappergeischt, du huere Papagei. Usserdäm stinkts do inn wie fünf Tönne Gammelfleisch. Trag du jetzt di Ranze hei und ryyb mr nümm di Schwanz am Bei.» Und will-y in Not bi, ziehn-y die roti Brämsi bi dr Tüür und styyg us em Trämmli.

Gang mr uss em Wääg, y ha rächt schlächti Luune. Grad an so Dääg han-y e Rächt uf schlächti Luune. Und zwar aifach so, ohni triftige Grund. Nur us Luscht am Fruscht – fick di, du Hund.

Y muess nur no schnäll ind Stadt, doch das isch jo zum verblöde. Jede Depp isch unterwäggs und ka nütt als ummetrödle. Y krieg Schuum vor em Muul, fang aa ummepöble. Y will nid beroote syy – ych will numme stöbre. Sie seit, y söll mi züügle, doch ych will numme möble, nimm die Tussi an dr Nase, bis sie kreischt wie e Möwe. Denn zerr sie durch dr Lade, mit ihrem Unvermöge numme aimol wytterzhälfe – mi Geduld goht flöte. Ihri Backe wüscht dr Gang wie süscht Lumpe Böde. Kinder vom Konsum sinn nid umbedingt verwöhnter nur will sie Gucci trage – sie stärbe numme schöner. Die Dame hinter mir schreyt am Spiess wien e Döner. Y zerr sie durch d Arena, fühl mi wie e Römer. Nach eme Kuss uf d Backe, stell-y sie ins Schaufänschter. Und hett sie niemer kauft, isch sie hütt no Staubfänger. Refrain

Ych renn us em Lade, Securitas am Krage.  Lueg wie sie mi jage, bevor sie mi verklage! Dr aint holt uff, dr zwait zieht mit. Bevor er jaulend liggt nach mim Tritt in si Schritt. Doch dr dritt wo zuepackt, zückt sini Handschälle, klick…und zuegmacht – är ghört zu dr ganz schnälle. Und-y zisch no: «Huet ab, das hesch wirggligg guet gmacht». Denn joohl-y wie bim Fuessball, bedroh sie mit me Bluetbad…ääh, ich mein Fuessbad, waisch so zum entspanne. Jetzt kan-y nütt me bessers sage, ab ind Chefetage. Und vor em Gschäftsfüehrer und sine Rächtsbrüeder sag-y: Sorry, tuet mr laid, isch alles wäg früehner. Schweri Kindheit und so, Problem mit Obrigkeite. So löhn sie mi denn goh, ohni mi z verzeige. Wieder duss im Lade, loss-y d Hose abe, vrzier d Usslag via Ussgang vo mim Mage. Und bevors mi wieder jage und defnitiv verklage, hörsch mi dräggig Lache und lutt und düttligg sage… Refrain

7. Black Hawk Down

Rein wie d Unschuld, verlockend wie d Sirene. Fessled euch an Mascht, bevor dr mir begegned. Lasziv wie d Lolita, aktiv wenn-y yyfahr. Doping für di Schädel vo Lima bis ind Rhygass. Verpaggt vo Kinder in Plastik-Fingerling. Hundert Passagier und ych sitz mittedrinn. Fühl mi wohl wien-e Baby in mim warme Versteck. Fuffzäh kleini Gschwüschter‘ – alles perfekt. Härzrase an dr Gränze, dr Puls am Aaschlag. Dr Zöllner lächled nur und starrt ihre Arsch aa. Sie isch heiss, nid nur wäge ihre Kurve, duet nid drglyyche und schlängled sich so duure.

Mir hänn Träum – so flüchtig wie Schnee. Wänn wägg – sinn Flüchtling in spe. Jede falschi Schritt, wytter wägg vom Traum. Wils kei Fallschirm gitt – Black Hawk Down.

Sie glänze wie Perle, ihri Träne uff dr Bagge. Kalts Porzellan. Neonliecht. Baracke. Dr Zöllner lächled wieder, diesmol richtig dräggig. Sie weiss, das sie jetzt gfiggt isch, Delinquänt uf Läbzyt. Päch gsi! Sie hett gmeint, ihr Ussgseeh bländet. Das hänn sie ihre gseit und denn ins Unglück gsändet. Naiv wie sie isch mit ängelhaftem Gsicht. Für d Statistik nur e Strich, e richtig kleine Fisch. Währenddesse in Callao, Peru, Containerhafe. Tausigi Tonne Ware wärde täglich do verlade. Y versteckt mi unter Säck voller Kaffibohne, hoff uff Europa und dass sie mi denn hole. Gseeh scho edli Clubtisch in Platin-Loge. Makellosi Nase uf 180 obe. Dangg mir – y bi dr Star vom Obe. Kasch mi an di Party hole und als Arschloch lobe. Refrain

Do herrsch Agebott und Noochfroog, abeloh und totschloh. Strosse voller Schnee, d Polizey isch rootloos. Si Revier isch s Gebiet zwüsche beide Brugge. Är hasst was er macht, will nümm lang so schufte. Kei Usswäg, will sie ihm e Job versage. Drum macht er sini Route, riskiert so Kopf und Krage. Eimol no, denn hört er uff drmit. Doch dä Wandel isch nid eifach mit ‚me dunkle Gsicht. Är sait, är probierts, dr Familie z lieb. Basel-Mogadischu, das Spiel isch e Krieg. Nervöses warte uff d Fracht us Peru. Vo Rotterdam dr Rhy duruff, dasch si letschte Coup. 70 Kilo zur Freyheit, aber jetzt gohts um Gramm. Flaniere dur s Gebiet am Rhybord entlang. Z spoot gseeht er d Cops, jetzt gits kei Zrugg. Är rennt fascht bis er kotzt, sie verfolge ihn uff d Brugg. Är dänggt an Frau und Kind, bevor er panisch springt. Tragisch wo den klar wird: Är weiss nid wie me schwimmt. Refrain

8. Will ych e Arschloch bi

Lägg bin-ych beruhigt, du bisch jo immerno e Spast. Viellicht hesch es g’ahnt, y ha di immer scho chli ghasst. Also weisch, nid fescht, öppe so wie d Pescht. So wie sturmfrey mit 16 und du bisch bi dr Gäscht. Joo, ych weiss, du bisch jo immer nätt gsi. Aber genau die Art isch mr schon e chli suspäkt gsi. Kei eigeni Meinig, Kleider nid stylisch. Und au süscht, find-y, sinn mr uns leider nid einig. Ych bi früehryff und schweinisch, interessier mi für Meitli. Genau wie du, aber du machsch uf heilig. Du Feigling, gib mr s Coupé und s Schlösselloch. Oder hesch no nie gseh, wie e Nymphe uf e Rüssel hockt? Weisch wieviel riskiert han-y für die Fuudiblättli. Du hesch di geniert, aber frogsch nach mine Heftli. Dini Mueter kriegts mit, s Telefon lüttet. Logisch bin-y gfickt und ych wird wieder ghüttet.

Werum bisch du so lieb, wie han-y das verdient? Findsch mi e geile Siech, y bi chli irritiert. Sag mol merksch du nid, was ych dängg, wie ych tick? Y find das goht nid, kumm hass mi, Bitch! Jä das goht nid, will ych e Arschloch bi. Also please, please hass mi. Oder wird e bitzli böös.

Pardon, Juni Dame, isch dä Platz no z vrgää? Dr Zug isch jo so voll…in däm Fall würd en nää. Jä was für e Zuefall, sag wie lang ischs här? Du do im Abteil, mein Gott ych wünscht ych wär neume anderscht, irgendwo am Reise nur nid do an diner Sytte, wo dr Wahnsinn mi begleitet. Joohrelang hesch mi gnärvt und wie Luft behandlet. So ha di afoh hasse, drbyy bin-y uf di gstande, Du Schlampe, was willsch vo dene andre Looser ohni Stil, drfür aalglatt wie Schlange. Liggts an miner Spange, oder sinns die derbe Witz gsi? Dass mi eifach ignoriert hesch als wär-y us em Kindsgi? Aber jetzt seisch devot, du heigsch mi wiedererkennt. In Färnseh und Zyttig, du bisch mr irgendwie fremd. Plötzlich willsch e Date, aber weisch was Schätzli? Mini Frau, mini Kind und dä Track in dini Frässi. Refrain

Sie isch so nätt, y bi richtig aggressiv, vrzieh kei Miene, drfür isch sie z attraktiv. Mi Fruscht sitzt so tief wie ihre Usschnitt. Sie redet und redet – y wart druff, dass-y usstick. Wär ihr Hirn nur halb so gross wies ihri Brüscht sinn. Y wär grad verliebt, doch so bin-y nur e Lüschtling. Sie Frogt nach dr Musik und was-y miech drnabe. Y sag: Ficke, Frässe…und e Spiesserläbe. Jä ych bi richtig glücklich mit dr Kinder uf em Rücksitz. Viellicht zeig dr mol d Bilder – aber hütt nid. Abrupt stand-y uff, lauf drfoh, schrey zrugg: Dini Dummheit stinggt – und du närvsch uf Facebook. Refrain

9. Zytbombe

Y bi wach wie im Koma, alli Träum sinn zerplatzt. Jede Tag e kleine Tod, wo mi Ego so zerkratzt. Y muess es uffpoliere, muess öppis ussprobiere. Zum – näb mim Job – nid no dr Verstand verliere. Y hoff, s passiert mr nie meh, weiss y bi no niene. Dass es wirklich besser wird, ka niemer garantiere. Bi guet im Lamentiere, schlächt im Zämmerisse. Suech Fehler nid bi mir und muess andri zämmeschisse. E riese Fruscht, Nyyd und Yyfersucht. Dr Grund, dass-y immer wieder in die neggschti Kryyse rutsch. S isch als ob-y lyyde muess und drum stüür-y zielbewusst richtig Abgrund wo mi schluckt und y tauch nie meh uff.

Und y hör ihri Stimme, hör ihri Stimme. Hör wie sie singe, hör wie sie singe. Gföhrlich die Stimme, gföhrlichi Stimme. Y hörs in mir inne, gföhlich wie immer. Alles isch so kompliziert, jede Schritt wird kontrolliert. Y bi nid so konzipiert, dass mr mi grad sofort liebt. Gäld gsehsch uf mim Konto nie, dr Banker wo mr kondoliert. Wär jo scho e flotte Siech, doch ha an allne Fronte Krieg.

Y bin e Zytbombe, still bevor-y usstick. Schluck einmol leer, so höre sie mi Fruscht nid. Mi Hand blybt im Sack, so gsehn sie mini Fuscht nid. Dr Finger uf em Knopf, im Kopf dr grossi Ufftritt. Uf dr Handinneflächi sammlet sich dr Angschtschweiss. Mi Blick isch e Bise, wo kalt übers Land streift. Mini Macht isch unändlich, das hett mi scho lang greizt. Mi Hass wird verständlich, lueg in mini Stammbaiz. E trischti Spelunke voller Freaks und Halunke. E richtigi Spunte, sogar dr Wirt isch betrunke. Aber das sinn mini Lütt, usser sie han-y niemer! Frau e wägg, Kind e wägg. Nütt isch meh wie friehner. E brochene Maa mit em Kopf uf em Treese und dr Schuld uff em Buckel will die Bilder nid verweese. Spann dr Hahn mit dr Hand, in mim Kopf hör-y Seele. Si folge mi syt Stunde, doch wärde mi nümm quäle. Refrain

Dunkelroti Bluetsprützer trüebe mini Sicht. Y zieh d Brülle ab, putz grad mi Gsicht. Es duurt e Augeblick (Blick) – denn goht s Gschrey los. Y zück mini Waffe, bevor öpper d Polizey holt. Denn dreih-y mi im Kreis, zeig dr Lauf mit em Bleyschrot: «Kein macht jetzt Mais, süscht sinn meh als numme drey tot. Schaffed d Leiche wägg, mached d’Läde dicht, wenn euch Alkis und Nutte öppis am Läbe liggt!» Träne im Gsicht, y betracht schnäll s Schlachtfäld. Mi Läbe e Film, wo sie ab 18 gmacht hänn. Är goht hütt Nacht z änd, do bin-y ziemligg sicher. Y hör Stimmegwirr, Gläser und Gekicher. Denn wirds lyyslig (lyyslig), ych bi yygnickt (yygnickt). Y spring uff voller Yysicht und nimm grad no mi Wyy mit. Wie tief bin-y gsunke, dass-y alles verlore ha? Y hör uff mit däm Läbe und fang vo vorne aa. Refrain

10. Ohni Euch

Gescht no Interrail, hütt Kindergschrey. Y lächle bim Gedanke…ziemlich strange. Y fühl mi nid erwachse – nur bim Stüüre zahle. Und s Auto wo jetzt voll isch, wenn mir in Süde fahre. So wie letschte Summer, die Bilder sinn no taufrüsch. Du im siebte Monet – sau Brüscht. Und dr Klei macht scho Seich wie dr Papi. Zum Glück duurts nümm lang, bis-y wieder in dr Stadt bi. Y würd liege, wenn-y sag, y würds nid gniesse. Elei uf Reis, so frey bin-y süscht niene. Schiel uf d Uhr im Bahnhof, won-y bi…kä Plan wo. D Zyt verfliegt, bald sött-y akoh.

Y wär nid, wär-y bi – ohni Euch. S wär viellicht z’Änd mit mir – ohni Euch. Will-y z viel kämpf mit mir – ohni Euch. Ohni Euch machts nur halb so viel Freud.

Am Morge ischs früsch, Früehlig uff dr Piazza. Caffe Latte, s Städtli erwacht grad. Kei Tourischt wytt und breit, y bi dr einzig Fremdi. Mir gfallt dä Gedanke, keine kennt mi. Sie kassiert, y trink uss und öffne s Hemmli. Y flanier zum Meer, lang kann-y nümm trennt syy vo Euch – y schryyb e Poschtkarte. Zeiche für die Kleine e Skizze vom Hafe. No e letschte Schatte – y setzt zum Schryybe aa. Schätz di so fescht, dass-y gar nid übertryybe ka. So souverän, wie mit dr Kleine umgohsch. Als hättsch hundert Ärm für hundert kleini Wunder. Jede kleinschti Blick vo Dir erhellt mi Gsicht. Weisch Du eigentlich, dass mi Heldin bisch? Refrain

Im Schatte unter Pinie, dr Wind bloost vom Meer. Y schnapp mr e Olive, dr Rotwyy isch leer. Ych acht uf mini Line – usser wenn-y iss. Do sowieso, dä Brunello e Gedicht. E guete Tropfe, doch är will nid wirklich munde. Ohni euri Gsellschaft do im Süde unde. Trotzdäm – y bi scho lang nümm so entspannt gsi. Dörf-y das, jetzt won-y uf Distanz bi? Verdienti Usszyt, oder ischs e Egotrip? Obs mi wytter bringt, weiss-y eh no nid. Bi e komische Kauz – ihr sinn s Gegegift. Wo mi vergässe löhnd, dass-y mi e Ekel find. Wie wohr, s isch nümm wie uf Interrail. Statt Bier trink-y lieber Bourbon-Ginger-Ale. Und vor allem: Y weiss zu wäm-y ghör. Zrugg zu dr Liebschte. Y hoff, dass-y nid stör! Refrain

11. Kalte Guetnachtkuss

Achtung! Big Bang im Heidiland. Us Tag wird Nacht und keine weiss wie lang. D Ärde bäbt, es isch ere scheissegal. Wärs erläbt, hett kei zweiti Wahl. Panik und Chaos, alles voll Rauch. Hüüser verschwinde, Gasse voll Staub. Blick in Terminplan: S isch mr ungläge!
Wär hett das veryybart, das saudumme Bäbe? Y has niene gläse, für was gits Expärte? Und jetzt steck-y fescht mit dene asslige Wäse. Jääs, he?! Das sött me doch verbiete. Wil wär kei Wohnig hett, döfft e Hotel miete. Unglaublich, dä Drägg uf dr Strosse. Wenn wird do gwüscht? Huere Katastrophe! Hüüser ligge ab im Sekundetakt. Belächled vo dr Sunne – s isch e Uf-Und-Ab.

Wenn d Ärde hueschtet, stöhn mr zum Abschuss. Sie spielt mit uns Bagger. Kalte Guetnachtkuss. Was blybt usser Witz und Sarkasmus? E Schwarze Schwan spreizt d Flügel zum Abschluss.

Siebe Häuptling in Bärn hänn e Krisesitzig. Hilf us em Ussland? Sie diskutiere hitzig. Für dr eint e Tabu, dr ander fänds witzig. Viellicht hilft jo d EU? Ussgschlosse, figg di! Und während sie so strytte im Bärner Bundeshuus. Vrzieht sich dr Näbel und es kunnt dr Blues. E Wuche kai Strom, dr Küehlschrank isch leer. Genau wie mi Mage, y wünsch mr e Gwehr. Mi Wohnig kalt wie Yys, uf dr Strosse Anarchie. E Plünderparadies und das in dr Schwyz. Behörde-Kollaps und Mensche am Abgrund. Y hoff, dass d Luftbrugg rasch in die Stadt kunnt. Y hör us Haiti, sie sinn flissig am spände. Wil sie wüsse wies lauft und wie das ka ände. Jä mir sinn nid so vrschiede wie mr dängge. Doch Mensche dien fremde, das wird sich nie ändre. Refrain

In Zermatt hett s Horn ab jetzt e Zacke ab, Züri kai Stadiondach – what the fuck? In Basel isch d Pfalz aifach in Rhy grutscht. D Lütt lohts kalt wie Schulde und Klyydruckts. Mir hänges im Dunkle wie Würscht und Intimschmuck. Dr Schämpis wird warm – was für e Stilbruch. Kei Wasser, kei Strom, dr Färnseh isch tot. Y bi scho chli greizt, insofärn gsehn-y rot. Ghey s Cüpli entnärvt us em Fänschter in Hof. Und weck us verseh‘ e Gangschter wo schloft. Dä nimmt dr Duume usem Muul, blinzled und frogt: Was söll dä Lärm, willsch Stoff oder Zoff? Y sag: Weder noch, blyb ruhig ligge im Loch. Do bisch sicher vor Bäbe und wirsch viel erläbe. Refrain

12. Rotwyy macht seelig

Sanfti Musik, Mondschyyn und Seeblick. Alles erledigt, s könnt so syy uf ewig. Ässe macht glücklich, Rotwyy macht selig. D’Wält in Bewegig, vo mir gseehsch kei Regig. Eh nid! Biireschnitz und Vacherin. Truube und Roquefort, drnoo no e Absinth. Mi allererschte Suff – gar no nid so lang här. Nur e halbs Läbe – genau so wie Brandhärd. Statt am Bier, Gin oder Pescafrizz, wird hütt au mol gärn am ene Sektglas gnippt. Alles oder nixx, Hauptsach e schnälle Schwips. Hütt bin-y wählerisch, welles Gift das mi fickt. Statt Kopfwehfusel gits jetzt edli Tropfe. Kei Bock me uf Kotze und nochhär haime robbe. Äääh…zumindescht nümm regelmässig. Gniess lieber d Ussicht und nimms eher lässig.

Jede Biss exquisit – e Gedicht. Drzu dr beschti Wyy uf em Tisch. E straahle im Gsicht – mir gniesse härzhaft. Wenns z wenig isch, gitts halt no Währschafts. E ächte Mage, schätzt Frässgelage. Wie Barbare an Knocheräschte nage. Ueli rolle s Bier in grosse Fässer aane. Mir heebe d Bächer aane, löhn d Zächi zahle.

Früehner han-y in dr Baiz wägem Pryys reklamiert. Hütt hett dä au si Reiz und s wird Wyy dekandiert. Dolce vita mit vollem Wyyglas. Vor dr Rhygass, mach-y im Tessin halt. E kurze Boxestopp in dr Sunnerstube. Genau wie in Basel müen do d Raucher undeduure. Sie dien dusse schnuure, ych gniess mi Lamm dinn. Ohni dass qualmt wird, so sötts scho lang syy. E Gniesser, doch y bi kai Stumpefan. Höchschtens Clinton-Style – unde gärn. Mini Hose spannt sich – nach em dritte Gang. Und mi lüschterne Blick frisst sich am Tisch entlang. Es folgt Fisch uf Lamm, e früsche Fang. Us em Lago näbedraa do – nur e Zwüschegang. In dr Kuchi sinns dr vierti am zwääg mache. Bevor mini Därm platze, gits no e Kääsplatte. Refrain

13. Zangegeburt

Locker liggsch vor mr und gniessisch di Bad. Relaxt losch di tryybe, s’isch irgendwie schad. Dass die gmeinsami Nacht mit em Morge verglüet. Und mr zfriede doch mied elei wytterzieht. Doch so sinn si, die heissischte Affäre. Kurz, heftig und meischtens nid z erkläre. Verschlunge sinn mr sanft durch d Nacht gritte. Hänn jede Gang gnosse, sinn denn go abligge. Jetzt wiesch wies in mir ussgseht, ha mi Inners offebart. Und di bruune Teint passt zu mim Stoppelbart. E letschte Blick streift dini dunkle Kurve. Wie perfekt sie sinn, doch jetzt muesch unde duure. Um dis warme Härz spannt sich e weiche Kärn. Doch die harti Schale…y ha so Scheiss nid gärn. S’isch schön gsi, doch nid immer ryybigslos. Im Verglyych zu dr Verflossene, bisch du e riese Klos. E Zangegeburt, meh Schlange als Wurm. Und y spür scho Avance von ere andere Wurscht. Sie druggt, kunnt nööcher Stund für Stund. Drum spüel di d Schissi ab in Basler Untergrund.

Und jetzt bisch wägg, us dr Auge für immer. Eifach wägg, jä y glaub s isch für immer. Ab jetzt sinn mr trennt, aber weiss was, scheiss drauf. Glücklich nid einsam, so wills dr Kreislauf.

14. Zrugg in ihri Arm

Dr Zug rollt über d Birs am Joggeli verbyy. Bilder vom Dare – fascht alles isch no glyych. R.I.P. Dasch d Stadt vo dr Legände. Die Stadt wo sogar lacht, wenn dr Struggle mol nid ändet. An dr Gleis heissts: Es sinn die harte Zytte wo Helde gebäre. Mir erwarte sie denn momentan gits vieli kleini Bebbi. D Helde vo morn. Y hoff sie blyybe no in Deckig. Färn vo Armuet, Kummer und Hektik. Damit sie spielend lerne – gnueg früeh wirds no eklig. Mir läbes jede Tag vor, Schuele sinn so technisch. Schön bin-y zrugg, y bruuch jetzt Rueh und Wärmi.

Und Sie nimmt mi in Empfang. Zrugg in ihri Arm. Ändlich nümm elei. Do ghör-y ane, will do bin-y drhei.

Summer in Basel, d Stadt trybt bachab. Dr Rhy färbt sich orange, als wärsch in Holland. Do sinn sie, mini Kumpel und Kollege. Fründ und Feind, Studis und Prolete. Uf em Land wird gfahre und vorhär gsoffe. In dr Stadt gschlegled – oder gstoche. D SVP macht Angscht, forderet dr Kampf. Doch e Nacht uff dr Strooss duurt halt scho chli lang. Punks! Alles halb so wild. Immer s glyyche Bild. Die Stadt isch halt so still…dass fascht niemer noch dr Zwei no neume aane will. Zucht und Ordnig, damit alles an sim Platz isch. Dank dr Kommission, wo sich Sorge macht ums Stadtbild. Usser d Serra-Plastik, die löhn sie stoh us Absicht. Basel mi Haimed, schlächtrede klappt nid! Und so zieht er dur d Strosse. S kunnt em vor, als wär er nie wägg gsi. Alles no an sim Fläck. S isch Summer und d Luft flimmered überem Asphalt. Refrain

Und Sie nimmt mi in Empfang mit dr Kinder uf em Arm. Jedes strahlt. Das Wiederseeh wird lang. Ha scho immer gwüsst: Ohni Euch wirds sträng. Doch zeigt erscht die Reis, wie sehr-y an Euch häng. Je mehr-y mi entfärn, merk-y was mr fählt. S git so viel Läbensträum – y ha dr beschti gwählt. Wil was, wenn nid Liebe, isch dr Sinn vo unsrem Läbe? Ohni die Basis wär e Kinderwunsch vergäbe. Du bisch mi Schwarze Schwan – eifach drhärgfloge. Süess wie Marzipan, y muess nur no uf mi Härz loose. Wien-e Traum, wenn-y gseeh, dass mr z viert sinn. Ihr sinn s Beschte wo mr je passiert isch. Refrain

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