Video-Archiv

Sonne, Bier und Eishockey – die Fasnacht 2014

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Die drey scheenschte Dääg 2014 sind passé und es gibt gar, aber auch gar nichts an ihnen auszusetzen. Sommerwetter, eine Clique voller junger, intelligenter, hübscher Menschen und eine sauf- und rauffreudige Zyschtigs-Truppe – alles perfekt. Die Clique ist natürlich, wie allewyyl seit 2010, die onYva und die Chaos-Truppe am Fasnachts-Dienstag kennen Kenner als Neys Zyschtigs Ziigli.

Bevors hier meinen Zeedel 2014 in voller Länge nachzulesen gibt (Ihr habt ihn mir ja eh alle schon am Strassenrand aus der Hand gerissen, oder?;), hier noch das Video zum Eishockey-Gaudi am Zyschtig. Selten waren wir beim Znacht so zerstört – und es lag nicht am Bier.

NeysZyschtigsZiigli_2014_Eishockey_selection1

onYvoit – gäll de kennsch mi

onYva_2014_MorgestraichDie Wänd hänn Oore, Bildschirm Auge
Si gseen-ys, au wenn mirs nid glaube
Mir sörfe, tschätte, lache, schnaube
Derwyyl si unsri Date raube

Hänn Spanner friehner still und haimlig
Dur s Schlisselloch gwogt ai bis zwai Bligg
Wirsch hitt beschpitzled wenn d dehaim bisch
Vo jedem Gräät wo grad online isch
Näb Händy, Compi – wie grad jetz
Isch au dr Yysschrangg bald am Netz
Au Duschi, Toschter, Woog und Oofe
Vrroote di und dyni Goofe

Dr groossi Brueder luegt und sammled
Waiss wenn du pennsch und wenn d hesch grammled
Mi dschuuderets, wie dä mi kennt
Wenn d Fyyrweer kunnt bevors scho brennt
Und jedes fir mi gmachte Buech
Uf Google zaigt – bevor ys suech
Dä waiss vermuetligg, s isch zem Schysse
Scho jetzt wenn ych ins Gras muess bysse

Dr Hollande sait grad zem Obama
Die Angie Merkel macht scho Drama
Am Delifon nur im Pyjama
Haig sie e Ussbrooch wien e Lama
Do wurd sogar dr Putin gay
Waiss d NSA, s sig voll okay

Dr Edward Snowden Siibesiech
Dä macht scho Zyyg won ych nid miech
Wo dä sie Näsli yynesteggd
Sinn alli pletzligg ganz verschreggd
Jä wär hett nid au Drägg am Stägge?
Statt Ärscher muesch jetzt Wunde lägge

Dr Wüethrich Ursli ka nid schloofe
Das sig e riise Kataschtroofe
Är haig no Lyyche untrem Bett
E Läbtob wo kain gfunde hett
Deert druff haigs no ganz haiggli Aggte
Vyyl schlimmer als die Speese-Faggte
Die zaige dass sy Halbkantoon
Scho jetz barat wär fir d Fusioon

onYva_Fasnacht_2014_1Nur Brischt und Ärsch, es goot em myys
Die Hell isch taarnt als Paradyys
No ai, zwai Cligg, denn heert är uff
Im Netz dr Scheff doch suscht nur Buff
Doch pletzligg – ping – e neye Tschätt
E Myggeli schrybt ihm ganz nätt
Ob är nid au e Webcam hätt?
Es isch erheert, sy Schtossgebätt!
Si syg sunscht nid so, sait si schyych
Und macht sich frey, är duets ‚re glyych
Si zaigi grad no vyyl, vyyl mee
Doch will zerscht syni Palme gsee
Är dänggt nimm vyyl, isch nur no schpitz
Und fummled an sym Hooseschlitz
In däm Momänt e lutte Knall
Doch gracht hetts nid im Hoosestall
Dur d Diire stirmt grad d Bolizey
Das Lueder macht e riise Gschrey
Denn die het syni Kronjuweele
Grad filme welle zum en gweele
Am Bildschirm winggt e Bull mit Helm:
Du hesch jetz Gligg gha, huere Schelm!
Mit rootem Gsicht will säll grad wisse
Wie sis gmerggt hänn, dass är wird bschisse
Dr Schugger lacht und sait, si haige
Ihn nur benutzt zem allne z’zaige
Wo sich die Cyber-Schelm verstegge
Nachdäm si sexy Fährte legge
Si haige ihn halt observiert
Und gmerggd, dass das guet funktioniert
Will ain, wo mit dr Lände dänggd
Jo sicher bald in d Schyssi länggd
Drum hebed acht im Web dehai
Bim sörfe sinn dr nie elai
Wär sich im Internetz verstriggt
Wird irgendwenn grad dobbled gfiggt

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MC Rene in Basel – das Video-Interview

Diese Woche machte der rastlos rollende Nonstop-Interrailer MC Rene aka Reen einen Zwischenhalt im F A K T Basel. Ich habe die Gelegenheit für eine ausführliches Video-Interview genutzt, in dem der 36-Jährige erklärt, warum er sein bürgerliches Dasein hinter sich gelassen hat für ein Leben auf Reisen und ohne viel Besitz und warum er darüber ein Buch geschrieben hat. Zudem sagt Reen, was er vom aktuellen Deutschrap-Hype hält. Hier mein «Schlaglicht»-Blog dazu.


Von Fussbällen, Messis und fucking Mehrheitsfähigkeit

Jaaaa er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch… Heute Gestern war ein grosser Tag. Und ein solcher zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass grosse Zitate zum Besten gegeben werden. Hier meine Favoriten von heute gestern:

Werum tschutte do nur Männer und keini Kinder und Fraue?

Wenns zwei Bäll hätt, wärs viel töller, gäll?

Beide Bonmots stammen von meinem Stammhalter, dem Kleinen Prinzen, der mir beim Match des (Halb-)Jahres zwischen dem FCB und…wie hiessen die nochmals?…eine Halbzeit lang kompetent zur Seite stand. Mindestens so originell wie Hanspeter Latour beim SF. Und von eben diesem Sender, genauer von Dani Kern, stammt das dritte Zitat des Tages:

Der Messi vom Rheinknie.

Gemeint ist natürlich (noch) nicht der Kleine Prinz, sondern Xherdan Shaqiri, wahlweise auch «Kraftwürfel» oder «Zauberzwerg» genannt, was ich sehr originell finde (die Medien sollten sich mehr solche Bezeichnungen ausdenken). Das letzte Zitat purzelte einem der charismatischsten Musiker von Basel über die Lippen – nämlich Baschi Hausmann, Frontmann von Blood of Gold und Fucking Beautiful.

Don’t give me fucking Mehrheitsfähig!

…hat er gesagt. Und zwar im Video-Interview, das ich für den BaZ-Kult(ur)blog Schlaglicht mit ihm geführt habe.

PS: Wenn Ihr Euch nun fragt, warum es an dieser Stelle so lange nixx Neues gegeben hat, lasst Euch Folgendes gesagt sein: Ich wünsche ich könnte, aber ich will nicht;)


Heute kochen wir: Bananenwickel nach BaZ-Manier

Arbeit macht frei…äääh hungrig. Das haben auch die Kollegen vom Infamy-Blog bemerkt und zur Sammel-Aktion «Bananen für die BaZ» aufgerufen. Begründet wird die rührende Aktion so:

Die abermals dezimierte Crew sieht sich vor die schwierige Aufgabe gestellt, mit immer weniger Manpower eine immer bessere Zeitung zu machen. Das braucht Energie. Und keine Frucht spendet mehr Energie als die Banane.

Ja wo sie recht haben, haben sie recht. Deponiert werden sollen die gelben Schlauchäpfel (huch, schon wieder ein Nazi-Wort…das muss wohl der Blocher-Einfluss sein) vor der Glastüre der BaZ-Redaktion am Aeschenplatz. Nun, bis jetzt habe ich leider noch keine Bananen vor unserer Pforte entdeckt (vielleicht wurden sie von enttäuschten Starbucks-Kunden weggegessen…der Kaffeetempel wurde nämlich letzte Woche dicht gemacht – nixx mit Banana Latte also). Für den Fall, dass wir aber in den kommenden Tagen – wie ich hoffe – mit Bananen zugebombt werden, habe ich das passende Rezept parat: Bananenwickel nach BaZ-Manier. Gut und billig. Viel Spass beim Nachkochen…

Bananenwickel nach BaZ-Art from Fetch on Fire on Vimeo.

Zutaten: Bananen, Schinken, Senf, Crème Fraiche, Curry-Pulver und Reibkäse. Dann ca. 20 Minuten bei 200 Grad in den Ofen.

PS: Die infame Bananen-Spende-Aktion ist eine super Sache, wie ich finde. Endlich kommen mal konstruktive, praktische Vorschläge von Aussen. Denn die 18’700 Unterschriften die der Exilberner in Basel gesammelt hat, kann man ja schliesslich nicht vertilgen.

PPS: Der Song im Video stammt von einem meiner Lieblingsmixtapes 2010: Asher Roth & Nottz – Rawth (Edit: F*#ck…YouTube hat den Song blockiert. Dabei hab ich alles so schön auf den Beat geschnitten…grrrh. Darum gibts das Video jetzt via Vimeo. Ätsch.).


Run and gun an der muba

Wundert Euch nicht, wenn Ihr meine Fresse heute in der Tagesschau oder sonstwo sieht – sorry! So kam es zum Schlamassel: Heute hatte ich den Auftrag, die muba-Eröffnung zu filmen. Natürlich liess ich mir den anschliessenden Rundgang mit Frau Bundesrätin nicht entgehen. So viele Medienleute – da packt einen der Jagdinstinkt. Run and gun, nenn ich das. Fotografen fotografieren Fotografen beim Fotografieren – und, wenn der Weg grad frei ist, auch Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem auffälligen, violetten Hermes-Halstuch.

Sie war aber dummerweise nicht der einzige Farbtupfer – ich weiss auch nicht, wie ich auf die Idee kam, meinen türkisfarbigen Etro-Pulli zu tragen. Nunja…ist auch nicht schwierig in dieser tristen Masse von Politikern und Journalisten aufzufallen. Statt der muba-Videos – endlich konnte ich Guy Morin zu seinen unsagbaren MTB-Schuhen befragen – präsentiere ich Euch zum Wochenende aber lieber meine Lieblingsfilme der letzten Tage. Und diese sind in aller Ruhe entstanden.


Mit dem Vogel Gryff wieder zum Leben erweckt…

Heute habe ich den YouTube-Kanal der Basler Zeitung wiederbelebt. Fortan werden die besten aller BaZ-Filme auch im grössten Videoportal der Welt für die Nachwelt (und die Suchmaschinen) archiviert. Zum Beispiel das Vogel-Gryff-Filmchen von gestern…

Die Reanimation des BaZ-Kanals war gar nicht so einfach: Zuerst musste das Passwort bei einem geschätzten Ex-Arbeitskollegen besorgt werden. Dieser hat aber gleich noch seinen privaten Google-Account mit dem Kanal gekoppelt (dazu wird man von den Anbietern aber auch sehr dreist genötigt). Ihr wisst gar nicht, wie mühsam es ist, den Gmail-Account wieder vom YouTube-Kanal zu trennen. Und als Zückerchen obendrauf heisst es dann nach gelungenem Befreiungsschlag, dass man sich nun mit einem anderen Gmail-Account einloggen MUSS. Danke! Trotz aller Widrigkeiten ist es also vollbracht und Ihr könnt Euch nun oscarverdächtige Highlights wie der Besuch beim Modelleisenbahnclub auf der Netzhaut zergehen lassen…


Brother Ali – Das Interview des Jahres (Video)

Es war eine meiner eindrücklichsten Begegnungen 2010: Das Bounce-Interview mit Brother Ali, einem zum Islam konvertierten Rapper aus Minneapolis. Selten habe ich einen Mcee so weise und bedacht reden (und rappen) hören. Der Herr scheint, trotz seiner nicht leichten Vergangenheit, mit sich im Reinen zu sein – dies strahlt er zumindest aus. Hier gibts das zweiteilige 24-Minuten-Interview nun erstmals als Video. Jede einzelne Minute lohnt sich…

«Ich habe meinen Namen von einer 6-jährigen Schülerin bekommen», erklärte mir Brother Ali während des Backstage-Gesprächs am Openair Frauenfeld im Juli 2010 (siehe oben). Zudem äusserte sich Ali ausführlich zu seinem islamischen Glauben und der Wahrnehmung der Moslems in der Welt (unten). Wenn alle Menschen so belesen, bedacht und tolerant wären, wie dieser Rapper, gäbe es wohl weniger Konflikte auf dieser Welt.

Als sehbehinderter Albino musste Brother Ali schon im Kindesalter erfahren, was es bedeutet, Aussenseiter zu sein – HipHop war sein Weg, um sich Respekt zu verschaffen: «Wenn man aufwächst und so aussieht wie ich, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man stärkt irgendwie sein Selbstbewusstsein oder man wirft sich vor den nächstbesten Bus,» erklärt er in einem lesenswerten Interview auf formatmag.com.

Kollege SimonAyEm war zudem so nett und hat einen Teil des Bounce-Interviews niedergeschrieben (danke!)…

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