Archiv für März, 2013

MC Rene in Basel – das Video-Interview

Diese Woche machte der rastlos rollende Nonstop-Interrailer MC Rene aka Reen einen Zwischenhalt im F A K T Basel. Ich habe die Gelegenheit für eine ausführliches Video-Interview genutzt, in dem der 36-Jährige erklärt, warum er sein bürgerliches Dasein hinter sich gelassen hat für ein Leben auf Reisen und ohne viel Besitz und warum er darüber ein Buch geschrieben hat. Zudem sagt Reen, was er vom aktuellen Deutschrap-Hype hält. Hier mein «Schlaglicht»-Blog dazu.

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Vine – das ultrakurze Daumenkino

Dieser Artikel erschien erstmals in der BaZ vom 1. März 2013.

App_Vine_IconMit der Video-App Vine erhalten Instagram-Schnappschüsse wacklige Konkurrenz.

Wozu sollen sechs Sekunden kurze Handy-Videos gut sein? Als ich das erste Mal von Twitters neuem Kürzestfilm-Portal Vine (gratis via Apple Store erhältlich) hörte, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Soll aber voll der Hype sein, sagen einige.

Drum: selber ausprobieren! Die App kommt optisch daher wie das Fotoportal Instagram – nur halt mit minzgrünem Layout und Bewegtbild. Zunächst sehe ich mich in meinem Vorurteil bestätigt: ein tropfender Wasserhahn, Schwanz wedelnde Hunde und komisch lamentierende Leute. Alles meistens ziemlich verwackelt und verwirrend. Sieht nicht so prickelnd aus. Bei Instagram kann man unspektakuläre Bilder immerhin mit Effekten verschönern.

App_Vine_BildDass ich auf die Schnelle überhaupt etwas zu sehen bekomme, hängt auch damit zusammen, dass man mit wenigen Clicks seinen videophilen Twitter-Freunden folgen kann. Interessanter als die Kurzsequenzen der virtuellen Buddies sind die Videos der Rubrik «popular now». Hier amüsiert man sich zum Beispiel über einen aufgedrehten Arnold Schwarzenegger, der mit seinem Offroader durch eine Tiefgarage kurvt, imaginäre Aliens abschiesst und das ganze lautstark kommentiert.

Langsam wird mir eine der Stärken dieser App bewusst: Hier gibts Ton zu den Bildern, oft ist dieser aber ebenso abgehackt wie die Bildsequenzen. Das liegt daran, dass die Minifilme nicht am Stück gedreht werden müssen. Solange der Finger im Aufnahmemodus auf dem Display bleibt, wird gefilmt. Nimmt man ihn vom Bildschirm, stoppt die Aufnahme augenblicklich. Und sobald sechs Sekunden um sind, ist fertig lustig. Kreative Köpfe zaubern so originelle und witzige Videos im Zeitraffereffekt aus dem Handgelenk. Langsam beginnt die App Spass zu machen. Zumal es einem schon nach kurzer Zeit in den Fingern juckt.

Jetzt muss ich nur noch dafür sorgen, dass sich mein erstes Filmchen auch sehen lassen kann. Sonst nimmt das Grauen kein Ende. Vine-Videos ­werden nämlich in Endlosschlaufe abgespielt.