Archiv für Februar, 2013

Meine Fasnacht 2013 in Bildern, Reimen und Videos

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Und schon ist sie wieder passé, die Basler Fasnacht 2013. Bei der onYva jagte ein Höhepunkt den nächsten und es darf getrost von einem (weiteren) legendären Jahr gesprochen werden. Hier noch ein paar Impressionen sowie – wie allewyyl – mein Zeedel.

Sujet: Dasch dr Zipfel – vyyl Lärm um Hyt

IMG_8291Hösch, Bebbi, y hoff y bi nid vorlut
Kumm, sag doch rasch: Wie heschs mit dr Vorhut?
Isch alles no draa an dyner Zipfelkappe?
Oder hesch en scho abgää, dä winzig Lappe?
Jä wäge däm Ding grad näbe dym Seggel
Gänn sich neyerdings stuuri Grind uf e Deggel
Juude und Moslem gege Aawält und Ärzt
En uuralte Bruuch wo ainigi schmärzt

Schnibb-schnabb Vorhut ab, scho gseen alli rot
Biebli ans Riebli, und das ooni Not?!
Richter in Köln sage, dass das nid goot
Juude und Moslem wänn dass mr sy loot

Es sig halt e Bruuchtum, das Schnibble am Zipfel
Drum nämme sie s cool – andri findes dr Gipfel
Die Glaine die miesste halt unverseert blyybe
Bis si son e Yygriff elai unterschryybe
Und wär widerspricht, jä dä wurd untertryybe
Wär Biebli verletzi dä haigi e Schyybe
Sy maane: Bi Binggis verstosst das geg s Grundrächt
IMG_8344Die andere glaage und saage s syg ungrächt
Und nenne drbyy iiri Freyhait vom Glaube
Und iiri Kultur wo me so wurdi raube
Die kenni me nid e so aifach beschnyyde
Das miesst me vermyyde wil d Biebli nid lyyde
E Schnittli in Eere, e Zipfel fir Gott
Was d Gschicht ys kennt leere, das ka kai Verbott
So strytte sy flyssig um s Wool vo de Glaine
Die Froog bewegt d Wält, das kennt me fascht maine
Vyyl scheener isch doch, näbe jeedere Mainig
D Juude und d Moslem sinn sich emol ainig!

Im Kaffi vom Heidi gits haissi Debatte
Die ainti will ganz klar e Kappe fir d Latte
Jä nid so bim Vrony, die will unden ooni
Das sygi en Yygriff wo sich fir sy looni
Dr Walti vom Stammtisch grad näbe däm Gränzli
Hett mitgloost und dänggt sich: das wärs doch firs Schwänzli!
IMG_8292Är seggled zem Doggter und sait em denn ghetzt
Y will unters s Mässer – mach «Free Willy» jetzt!

Dr Limmel liggt schlaff und entschpannt uf em Schraage
E Lampe, wo bländet, e fuuls Gfyyl im Maage
Mit naggige Lände – kenntsch aagnäämer warte
E Schweschter wo läched, me wurdi grad starte
Denn Dupfer, Skalpell – jä, s isch langsam Zyt
Aber dr Doggter sig noonig so wyt
Är stoot numme do und zittered blaich
Dr Walti, nervöös, dänggt: mach mr kai Saich!
E Pfyffli wie dä sell mi Zipfel rasiere?
Drbyy kennt deert unde jo so vyyl passiere!
Dr Doggter sait duuch, und hyylt drbyy fascht
Das Uurdail us Köln sig fir iin Balascht
So dass är kai Aichle me stutzt an däm Mascht
Är wurdi jo gärn – aber will nid in Knascht
Dr Walti liggt do und ka numme lache
Und dänggt: hätt-y das doch als Kind scho lo mache

Mehr zur Clique gibts unter www.onyvabasel.ch. Hier zudem noch die Morgestraich-Artikel über onYva auf Bazonline und bei der bz.

PS: Am Zyschtig war natürlich einmal mehr Schabernack mit dem Neyen Zyschtigs Ziigli NZZ angesagt. Einer der Höhepunkte: Das Rollator-Rennen am Spalenberg…

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Wintersport-Apps: Pistenspass fürs iPad

Dieser Artikel erschien erstmals am 10. Februar in der Print-Ausgabe der Basler Zeitung.

App_iPad_BildSkifahrer kennen die Situation: Da will man abends den kommenden Tag planen und Revue passieren lassen, welche Pisten man eben noch runtergebrettert ist – doch der Pistenplan ist in einer der vielen Skianzugtaschen verschollen.

Mit der kostenlosen iPad-App «Schnee und mehr – der Atlas» muss man den zerknitterten Fötzel gar nicht erst suchen. Geboten werden nicht weniger als 1500 Skigebiete und Orte aus über 40 Ländern. Das sind ziemlich viele Pistenkilometer! Neben grossformatigen Karten der Skigebiete gibt es Informationen zu Ferienort, Ticketpreisen und Schneemenge sowie Hütten- und Restauranttipps. Durch die Vergleichbarkeit der Skiorte eignet sich die App auch gut zur Ferienplanung.

Die Grundlage dieses umfassenden Gratiswerks liefert der jährlich erscheinende Skiatlas des Deutschen Skiverbands (DSV). Dass mir die Freunde aus dem «grossen Kanton» auch Schweizer Skigebiete schmackhaft machen wollen, stimmt zunächst einmal misstrauisch. Das Misstrauen ist allerdings unbegründet: Die Ferien- und Pisteninfos sind auf dem neusten Stand, wie der virtuelle Besuch meiner liebsten Skiorte zeigt. Und auch die Gastro-Tipps scheinen sorgfältig zusammengestellt worden zu sein: So entdecke ich beispielsweise in Zermatt mein Lieblingslokal «Chez Vrony». Und für das Skigebiet von Flims, Laax und Falera gibt es sogar Tipps, wie man sich bei einem Unfall richtig verhält – inklusive Notrufnummer.

App_IconDass der «Schnee und mehr»-Atlas auf einem Buchband basiert, zeigt sich in dessen Gestaltung als E-Magazin, das sich wie das E-Paper einer Zeitung bedienen lässt. Die Seiten erinnern an einen Reiseführer: grosse Hochglanz­fotos, stimmungsvolle Kurztexte, Spezialtipps und Infoboxen. Bei den Pistenkarten handelt es sich leider nicht um interaktive Grafiken, sondern um hochauflösende Bilder, deren Details aber auch bei grösserem Zoomfaktor gut lesbar sind. Auch nicht schlecht – wenn man bedenkt, dass diese App vorerst nichts kostet. Die ersten 50 000 Downloads der App werden gratis offeriert.

Die fehlende Interaktivität der Karten wird punktuell wettgemacht durch Piktogramme, die via Fingertipp Echtzeitinfos aus dem Skigebiet liefern. So erfährt man in einem separaten Fenster alles Wichtige über die Schnee-, Wetter- und Pistenverhältnisse. Die Infos kommen allerdings von der eingebetteten Homepage des App-Herstellers. Trotzdem: Insgesamt ist der iPad-Atlas «Schnee und mehr» eine nützliche Hilfe bei der Ferienplanung – sofern man ihn nicht in der Skijacke herumschleppen will. Für solche Fälle gibt es die ebenfalls kostenlose iPhone-App «iSki Swiss». Schön sind hier insbesondere die Livecam-Bilder, mit denen man das Wetter im Skigebiet sichten kann.

Wer es tatsächlich bis auf die Piste geschafft hat, kann die Daten seiner Skitour mit der Suva-Gratis-App «Slope Track» aufzeichnen. Damit es am Hang zu keinen bösen Überraschungen kommt, gibt es die kostenlose Lawinen-­App «White Risk» vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung.

Und für Stubentiger, denen Wintersport zu kompliziert oder zu gefährlich ist, gibt es die beliebte Free-App «Ski Challenge 13». Dank dieser kann sich auch der grösste Wintermuffel auf offiziellen Weltcup-Pisten austoben und sich dabei wie Didier Cuche fühlen. Zumindest ein bisschen.