Archiv für August, 2011

Just A Jam – Just a few pics…

Graffiti und Breakdance…was gibts Schöneres an einem Samstagnachmittag? Eben! So ges(ch)ehen dieses Wochenende am «Just A Jam» in Zunzgen/Sissach (Props ans OK).

Alle weiteren Bilder sowie sämtliche Graffiti des Royal Arena Festival 2011 findet Ihr auf meinem Flickr-Account.

Advertisements

Ein gelungener Faxen-Freitag am Royal Arena Festival

Im Gegensatz zu meinem Einsatz am Openair Frauenfeld, berichte ich vom Royal Arena Festival in Orpund (Biel) nicht via Blog, sondern über den  Twitter-Kanal drsvirus. Das macht sinn, da der Internetzugang am Royal Arena unter aller Sau ist und permanent zusammenbricht – sogar das Twittern ist eine Qual. Zustände wie in einem Drittweltland sind das. Deshalb kam die FB-Bildergalerie auch erst in der Nacht…vom Hotel aus. Nach Wiz Khalifa gibts ein Kurzfazit des Abends…

Wie schon in Frauenfeld überzeugte Tommy Vercetti, zusammen mit Liveband, Dezmond Dez und Manillio, auch in Orpund trotz frühem Konzertslot. Diesmal immerhin in der Abend- statt in der Morgendämmerung. Random Axe aka Sean Price, Guilty Simpson und Black Milk waren wie erwartet eine Wucht – straighte Rap-Hausmannskost. Sean Peeees Performance war auch für Taube äusserst unterhaltsam – der wuchtige Rapper präsentierte sich trotz härtester Battleraps als Bühnenclown irgendwo zwischen Tanzbär und Riesenbaby.

Um die 90er-Ikonen Pharcyde aus LA (Hits: «Runnin’» bzw. «Drop») ist es seit Jahren ruhig geworden. Umso erfreulicher, dass ihr Konzert dennoch nichts davon spüren liess: Das gut gelaunte Quartett wirbelte über die Bühne und Kiffte mit der Crowd als wären sie 20. Nice. Auch Immortal Technique und Reakwon, beiden Q-Tip-Ersatz, lieferten gute, schnörkellose Shows. Rae trumpfte natürlich mit den Wu-Klassikern auf und Immortal Technique, einer der kritischsten und politischsten US-Rapper, scheute sich auch zwischen den Songs nicht davor, den Zeigfinger zu heben und dem jungen Publikum seine sozial- und Kapitalismus-kritische Delivery zu überliefern – und Faxen zu machen (wie eigentlich alle Acts an diesem Faxen-Abend;).

Was Wiz Khalifa – zum ersten Mal auf einer CH-Bühne – danach bot war Poprap im Halbplayback. Dennoch war seine Show eigentlich ganz ansehnlich, was v.a. mit dem Charisma des dauerbekifften Schlakses, dessen Oberkörper knapp so breit ist wie seine Wirbelsäule, zu tun hat. Vor allem der jüngere Teil des Publikums feierte den Rapper aus Pittsburgh frenetisch – sein Hype ist also definitiv auch hier angekommen. Den Freitags-Höhepunkt markierten aber eindeutig Redman und Method Man, beide in Höchstform: Sie flowten wie Götter, und bewegten sich mit einer unglaublichen Coolness über die Bühne. In Punktor Faxen übertrafen sie selbstverständlich sämtliche Vorgänger um Längen. Vor dem Gig dachte ich noch: «Schon wieder Red & Meth, die hat man in der CH jetzt aber langsam gesehen.» Schon nach den ersten Tönen revidierte ich meine Meinung grinsend: «Schebe scho no geil!». Die beiden Ausnahmeerscheinungen kann man immer wieder sehen. Unter Jubelschreien kündigte das Duo auf der Bühne ihr drittes gemeinsames Album «Blackout 3» an – und die Fortsetzung ihres Kifferfilmes «How High».Sie sind halt noch ganz die Alten – zum Glück.

Ein toller Konzertabend mit Red & Meth in Höchstform und ohne Tiefpunkte. Und jetzt ist Schluss, die Putzfrauen stehen schnatternd vor dem Hotelzimmer, aus dem ich seit 45min raus sein müsste.

PS: Besondere Erwähnung verdient natürlich noch die Graffiti-Hall-Of-Fame in der Römerarena! Mehr dazu später. Hier ein erstes Schmankerl…


Gangstacomedy mit Kiko und Boro (361 Grad)

Bevor ich zum Royal Arena Festival komme, hier der Nachtrag zur Show am Donnerstag: Das Bounce-Interview mit Kiko und Boro alias 361 Grad war ja wieder einmal bestes Entertainment, Gangstacomedy (Podcast hier). U.a. erklärten die beiden St. Galler mit dominikanischen Wurzeln den Unterschied zwischen Schweizer Frauen («die brauchen keinen Mann, nur als Accessoir – das sind Selbstversorgerinnen, Amazonen») und solchen aus ihrem Herkunftsland, der Dominikanischen Republik («In Santo Domingo kann man keine Frau so einfach heimnehmen» und «dort ist ein Mann noch ein Mann»).

(mehr …)


Mit der Kamera ans Rheinschwimmen

Gestern ging es beruflich den Bach runter. Hier das Resultat von 15 Minuten Spass und 4 Stunden Arbeit…

Schon geil, so eine Unterwasserkamera.


Das Gehänge des Gehörnten

Das Wort zum Sonntag lieferte gestern Nachmittag der Sohnemann am Nordwestschweizerischen Schwingfest in Arlesheim: «Do hängt öppis».

Das Gehänge gehört übrigens einem stattlichen Muni namens Eremit – dem Schwinger-Hauptpreis des «Nordwestschweizerischen». Dürfte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich von Sternzeichen Stier bin?


Aus dem Leben eines Online-Journalisten

Wie ich diese Tage liebe! Wie ich diese Abende hasse! Frühdienst, d.h. um 7 Uhr aufstehen (das ist früh für einen Journalisten), Artikel zur integrativen Schule von zu Hause aus online stellen. Dazu eine Umfrage, deren Ergebnis mich nicht interessiert. Die ersten, meist grenzwertigen, Leser-Kommentare freischalten. Newslage nicht vergessen, Mails und Agenturmeldungen checken – alles zum Gähnen. Der Kaffee wird kalt, dafür haben die Katzen zu Essen. Heute ist Spatenstich zum FCB-Nachwuchs-Campus – aber erst um 11 Uhr. Um 13:30 Uhr dann die Pressekonferenz mit Thorsten Fink vor dem Züri-Spiel. Genug Zeit für alle Vorbereitungen (Infos und Equipment).

Denkste! Der FCB lädt kruzfristig zu einer dringlichen Pressekonferenz. Drei FCB-Medienevents an einem Tag, ok, gibt schlimmeres (etwa drei Leser-Anrufe an einem Tag). Ein Kollege mailt: Gigi wird zurücktreten. Das wird Quote geben, denke ich und schreibe den Artikel vor. Dann direkt zur PK. Kamera, Mic etc. soll die nette Praktikantin bringen, ich diktiere ihr alles durchs iPhone, das während des Gesprächs gefühlte fünfzehnmal Abbricht (das Teil ist für alles gut, ausser zum telefonieren). Für eine Extraschlaufe auf die Redaktion ist die Zeit zu knapp zumal der St.-Jakob-Park auf meinem Arbeitsweg liegt – als wäre das Monument eigens für meine tägliche Ration Lokalpatriotismus errichtet worden. Hoffentlich kommen heute sonst nicht all zu viele Meldungen rein – wir haben Minimalbesetzung und würden alt aussehen. Die frei habende Arbeitskollegin schreibt, ob ich von der Extra-PK wüsste. Keine Zeit zum antworten.

Warten auf die PK, rätseln über den Grund des Spezialevents. Viele Kollegen scheinen auch schon zu ahnen, was ansteht. Der Rummel ist wieder Mal gross. Überall Kameras, Laptops und Stative. Unseres ist wertlos, weil ich vergessen habe, die Kameraplatte mit zu bestellen. Kommt davon, wenn mans nicht selber macht. Auch das Mic-Stativ ist nicht dabei, macht aber nichts, weil die vielen Funkmics im Raum eh die Frequenz stören und der Ton unbrauchbar ist. Na dann, filmen wir ohne externes Mic. (mehr …)