Archiv für Mai, 2011

Abart, Brandhärd & Jean Luc Saint Tropez – Das isch Macht (Maischtertrack 2011)

Ja was für ein Zufall! Soeben bin ich auf meiner Festplatte über folgenden Track gestolpert.

Abart: Das isch unsre Momänt, tuusigi Fans,
wo dr Seibi verzaubre, alles was sich gstaut het.
Jedi Emotion, jedes rettende Goal.
D Saison isch verbyy – jetzt git s dr Lohn.
Eimol mehr chömer fiire ufem Barfüesserplatz,
wo d Laola überschwappt, ei Gfühl, ei Stadt.
D Joorhundert-Maisterschaft ab in d Königsklass.
Uf diräktem Wäg – lueg gerächt isch gerächt.
Wär sorgt syt Joore für Pünkt in dr Wärtig?
Wär isch für d Schwiz di würdigst Verträttig?
Isch würklich fähig uf däm Niveau z bestoh?
Blybt Meister für immer, stygt nie meh vom Trohn.
Fetch: Booyaka – FCB, Superstars.
Fink, Frei und Co. Risse wieder d Bude ab.
Die Basler – niemmer hett sie unterkriegt.
In Ziiri sinn mr glaub zur Zyt grad unbeliebt.
Dr Pryys vom Erfolg – doch das isch unser Bier.
Mir hän dr Titel, euch blybt d Bundesfyyr.
Dä Dangg gooht an Franco Costanzo.
Dä Titel: für di – adios Muchacho.

Kopf uffe, Bruscht use, ab in d Stadt.
Basel brennt und macht Krach hütt Nacht.
Rotblau, Basel – das isch Macht!
Das isch Macht! Das isch Macht!

Maggi: Kei Gnad am Faind, mir verschoone nütt.
Ei Stadt, ei Team, Mission erfüllt.
Mir nützes yyskalt uss, wenn dr Gegner patzt.
Es gitt nur ai Drhai – das isch dr erschti Platz!
Löhnd sie pfyffe, eeländs huere Saupack.
Ihr läbed in Käffer, mir in dr Fuessball-Hauptstadt.
Mit em Streller und em Frei – in dr Liga gitts e Packig.
Mi Heimat isch Basel, y gib e Figg uf d Schwizer Nati.
Schickane zum Trotz – mir hänns allne zeigt.
Zu Banause in Bärn und St. Galle greist.
Dasch mol e Goal. Mir sinn Maischter! Die Beschte!
E Stadt rotblau, Basel weiss wie me feschted.

Kopf uffe, Bruscht use, ab in d Stadt.
Basel brennt und macht Krach hütt Nacht.
Rotblau, Basel – das isch Macht!
Das isch Macht! Das isch Macht!

Das isch unsre Momänt, tuusigi Fans,
wo dr Seibi verzaubre, alles was sich gstaut het.
Jedi Emotion, jedes rettende Goal.
D Saison isch verbyy – jetzt git s dr Lohn.

Advertisements

Der neue Rockproof – auch für Rapper interessant

Yes, endlich gibts den brandneuen Musik(business)guide des RFV! «Rockproof 2.011 – Alles für deine Band» heisst der 180-Seiten lange und 14 MB grosse Gratis-Spass. Digital erhältlich ist das Teil als PDF auf der Homepage des RFV oder als wirklich sehr freshes E-Book. Warum mich das neue Standartwerk zum Schweizer Musikbusiness so begeistert, kann auf dem Schlaglicht-Blog nachgelesen werden.

PS: Das heutige Zitat des Tages ist wieder dem Kleinen Prinzen über die Lippen gesprungen. Und zwar nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich morgen nicht zur Arbeit muss und auch kein Konzert oder Radio habe…

«Denn mache mr e Männertag?»


Brot und Spiele im Gundeli

Der Ziegelwerfer vom Hausdach in der Bruderholzstrasse hat heute neben Polizei, Psychologen, Angehörigen und Anwohnern auch die Online-Medien auf Trab gehalten. Natürlich. Auf dem Heimweg hab ich deshalb, ganz zufällig, an der Strassenecke bei der Querfeldhalle vorbeigeguckt – schliesslich ist bin ich ja Online-Journalist und unser Artikel ist seit zig Minuten nicht mehr aktualisiert worden (Frechheit!), benötigt also dringend ein Update. Oder hab ich mir das nur eingeredet?

Am Ort des Spektakels angekommen, bietet sich mir ein Bild wie am Cortège: Abgesperrte Strasse und reihenweise gaffende Leute. Nur schmiss der Waggis nicht mit Orangen, sondern mit Ziegelsteinen. Meine schon zuvor gemischten Gefühle bestätigten sich: Fasziniert vom Geschehen, wollte ich mitbekommen, was lief; mein Job gab mir ja schliesslich die Legitimation dazu. Andererseits war ich schockiert von der Jahrmarktstimmung vor Ort: Anscheinend ist das halbe Quartier auf dem Nachhauseweg vorbeigekommen (wer soll es ihnen übel nehmen…hat ja nicht jeder eine Ausrede zur Hand wie ich;).

Ich muss zugeben. Auch mir ist heute das ein oder andere Schmunzeln über die Lippen gehuscht, beim Verfolgen der sich entwickelnden Story. Andererseits – und das zeigen auch viele der hämischen Onlinekommentare – scheint es vielen egal zu sein, dass da oben ein junger (wohl aber nicht lebensmüder) Mann offensichtlich in Gefahr ist. Und dass er schon seit längerem grössere psychische Probleme hat. Hoffen wir also, dass der Herr die Nacht heil übersteht und danach seine Probleme in Griff bekommt.

PS: Mich selber haben heute übrigens zwei ganz andere Geschichten auf Trab gehalten. Nämlich die Pflanzaktion «keinkaufswagen», bei welcher am Samstag auf dem Kasernenplatz ausrangierte Migroswägeli bepflanzt wurden; sowie die Fotoausstellung des Wahlbaslers Jens Oldenburg, der seit zwei Jahren Graffitis und surreale Abriss-Szenen fotografiert.


Von Fussbällen, Messis und fucking Mehrheitsfähigkeit

Jaaaa er lebt noch, er lebt noch, er lebt noch… Heute Gestern war ein grosser Tag. Und ein solcher zeichnet sich zum Beispiel dadurch aus, dass grosse Zitate zum Besten gegeben werden. Hier meine Favoriten von heute gestern:

Werum tschutte do nur Männer und keini Kinder und Fraue?

Wenns zwei Bäll hätt, wärs viel töller, gäll?

Beide Bonmots stammen von meinem Stammhalter, dem Kleinen Prinzen, der mir beim Match des (Halb-)Jahres zwischen dem FCB und…wie hiessen die nochmals?…eine Halbzeit lang kompetent zur Seite stand. Mindestens so originell wie Hanspeter Latour beim SF. Und von eben diesem Sender, genauer von Dani Kern, stammt das dritte Zitat des Tages:

Der Messi vom Rheinknie.

Gemeint ist natürlich (noch) nicht der Kleine Prinz, sondern Xherdan Shaqiri, wahlweise auch «Kraftwürfel» oder «Zauberzwerg» genannt, was ich sehr originell finde (die Medien sollten sich mehr solche Bezeichnungen ausdenken). Das letzte Zitat purzelte einem der charismatischsten Musiker von Basel über die Lippen – nämlich Baschi Hausmann, Frontmann von Blood of Gold und Fucking Beautiful.

Don’t give me fucking Mehrheitsfähig!

…hat er gesagt. Und zwar im Video-Interview, das ich für den BaZ-Kult(ur)blog Schlaglicht mit ihm geführt habe.

PS: Wenn Ihr Euch nun fragt, warum es an dieser Stelle so lange nixx Neues gegeben hat, lasst Euch Folgendes gesagt sein: Ich wünsche ich könnte, aber ich will nicht;)