Archiv für November, 2010

Neuer Blog: Basler Kultur im Schlaglicht

Was für ein Freudentag: Heute hat ein neuer Blog zum Basler Kulturleben auf der BaZ-Homepage das Licht der Welt erblickt! Es geht ihm den Umständen entsprechend gut – es ist ein «Schlaglicht». Meine Wenigkeit ist auch dabei. Also werdet Fan auf Facebook, folgt uns auf Twitter oder mailt uns Eure Themenvorschläge!

Das Team (vlnr.): Chris Faber entstammt der Theater- und Kleinkunstszene, Karen N. Gerig ist Kunstkritikerin und Redaktorin bei baz.ch, Luca Bruno arbeitet als Moderator bei Mainstream, Radio X, und ist Gründer von IndieNet.ch, und der Typ ganz rechts ist Musiker und Redaktor bei baz.ch.

Zum Blog: «Schlaglicht will Euch informieren über das, was läuft in Basel. In den Museen, auf den Bühnen, auf der Strasse. Wir schreiben, was wir sehen, was wir hören, was wir darüber denken – subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.»

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Von Volkshäusern und Volksenscheiden

Gewitterwolken über der BaZ, Sonnenschein über Brandhärd…so sieht es aus zur Zeit. Insbesondere Vergangene(s) Woche(nende) ging es wieder einmal drunter und drüber. Zum Beispiel im Volkshaus Basel. Dort stand nämlich das vorerst letzte Brandhärd-Konzert auf dem Programm – und das Publikum war grandios (tolles Live-Video hier). Danke an alle für die grandiose Unterstützung!

Der Auftritt fand im Rahmen der «Global House Party» statt. Normalerweise bin ich ja gar kein Fan solcher Crossover-Massenevents (die Ausgeburt solcher Seuchen-Anlässe ist die alljährliche «Big Bang» Sylvesterparty), bei denen es der Veranstalter irgendwie allen recht machen will und möglichst viele Leute in möglichst kurzer Zeit möglichst viel konsumieren sollen.

Aber diesmal wurde ich wirklich positiv überrascht! Obwohl unser Mischer (der normalerweise sein Pult mitten im Publikum hat) in einer Besenkammer ohne Sicht auf die Bühne untergebracht wurde und obwohl sein Mischpult (das er vorgesetzt bekam) auf den ersten Blick nicht einmal für unseren Bandraum zu taugen schien, war die Akkustik (zumindest auf der Bühne) super. Danke an André für den Spitzenjob am Mischpult. Und danke an Simon Ertler und Roman Schoch für die tollen Bilder (trotz miserabler Bühnenausleuchtung)! Zum Beispiel dieses hier…

Und dann war da ja noch die Auszeichnung beim 2. Basler Pop-Preis am Mittwoch, wo wir dank unseren treuherzigen Fans in der frisch renovierten Kuppel (schön ist sie geworden) den Publikumspreis abräumen konnten (ja…das können wir gut, wie die Slangnacht immer wieder beweist). Zwar gibt es für den Preis der Herzen «nur» Ruhm und Ehre – anstatt der 15’000 Franken, die uns der Jurypreis beschert hätte – aber offenbar war die Jury der Meinung, dass Brandhärd a) bereits den gefestigteren Status hat als die Gewinner von The bianca Story (mit kleinem «b»!) und dass wir b) unsere nächsten Projekte wohl eher selbstständig stemmen können, als die sympathische Art-Pop-Band (Gratulation an dieser Stelle!)…der zweite Punkt ist meine Interpretation.

Immerhin beerben wir mit dem Publikumspreis niemand geringeres als die Lovebugs, die letztes Jahr das selbe Schicksal hatten wie wir – darauf sollten wir mit einem gemeinsamen Song anstossen. Oder? Danke auch an den Basler Rockförderverein (RFV) für den gelungenen Abend.

PS: Highlight des Volkhaus-Gigs war für mich übrigens der Teenager, der mich nach dem Konzert gefragt hat, warum wir «Mi Myggeli» nicht gespielt haben. Es berührt mich, zu sehen, dass ein persönlicher Song über meine Tochter auch Leute begeistert, deren Interessen ich eigentlich eher bei anderen Themen sehen würde. So werde ich gerne eines Besseren belehrt…die heutige Jugend ist ja vielleicht doch nicht so übel, wie uns einige weiss machen wollen. Ja selbst die Mädchen mit den höchsten High-Hells (aka Fuck-Me-Boots) und den engsten Höschen wurden punkt drei Uhr vom Mama-Taxi abgeholt. Schöne Bilder…


Slangnacht 2010…

Einen Award für die «Beste Rapcombo», ein Blitzkonzert und viele lustige Momente – das war die Brandhärd-Slangnacht 2010 in der Roten Fabrik am rechten Züriseeufer.

Livetracks im Video: Blackbox, Brandrenalin, Zrugg in ihri Arm. Starring: Abart, Samurai, Kush, Figgdy Ernscht u.a.

Welcher Award gefällt Euch am besten…2007, 2008 oder 2010?


PS: Noch eine Frage… Der Publikumsaufmarsch in der Roten Fabrik war am Samstag ziemlich erbärmlich (etwa halb so viele Leute wie letztes Jahr). Was heisst das? Ist a) Schweizer Rap dermassen am Arsch, dass sich (in ZH) kein Schwein mehr dafür interessiert? In Anbetracht der neuen Alben von Baze, Tommy Vercetti und Tinguely kann/will ich mir das so aber nicht erklären. Oder war b) das Konkurrenzangebot an jenem Abend so erdrückend (wie der Slangnacht-Veranstalter behauptete)? Wir hatten jedenfalls unseren Spass…


Stylegott Thorsten Fink

A fescher Bua: Unser FCB-Trainer Thorsten Fink hat nicht nur beim Griff ins Spieler-Kader ein geschicktes Händchen, nein, auch der Griff in den Kleiderschrank gelingt dem «Duke» meisterhaft: Bei der Pressekonferenz ein Tag vor dem Spiel gegen die AS Roma trug der Herr heute einen feinen, braunen Kaschmirpullover, dazu gleichfarbiges Hemd und Hose. Das Tüpfchen auf dem «i» war jedoch sein Schuhwerk…

…superfreshe Nike Aina Chukka in der Farbe eines guten Rotweins. Na dann hoffen wir, dass Fink auch morgen wieder ein gutes Händchen beweist und sein Team so stilsicher auftritt wie beim 3:1-Auswärtstriumph in Rom.

PS: Erinnert Ihr Euch noch an die Y3-Sneaker von Valentin Stocker?